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Elektrotechnik

Steckdose

Englisch: socket

Eine Öffnung, in die ein Stecker oder ein anderer Verbindungsteil passt (z.B. eine Glühbirnenfassung).

Steckdose: die weibliche Hälfte jeder elektrischen Verbindung

Eine Steckdose ist eine weibliche Buchse, die dafür ausgelegt ist, einen Stecker, Verbinder oder ähnliche männliche Komponenten aufzunehmen. Im Gegensatz zu einem Stecker, der die aktiven Leiter nach außen trägt, beherbergt eine Steckdose die empfangenden Kontakte versenkt in ihrem Gehäuse und schützt sie so vor versehentlichem Kontakt und Umweltschäden. Die innere Geometrie und Kontaktanordnung einer Steckdose muss exakt mit dem entsprechenden Stecker übereinstimmen, sowohl elektrisch als auch mechanisch.

Steckdosen variieren je nach Anwendung und Spannungsklasse erheblich. Eine Haushaltssteckdose in Nordamerika hat zwei parallele Schlitze (plus ein rundes Schutzleiter-Loch) und ist für 120 Volt, 15 bis 20 Ampere ausgelegt. Industrielle Drehstromsteckdosen können vier oder fünf runde Stifte in einem spezifischen Muster aufweisen und sind für 208, 277 oder 480 Volt ausgelegt. Signalsteckdosen wie XLR oder RCA verwenden viel kleinere Kontakte und haben nichts mit Stromverteilung zu tun. Schraubklemmen-Steckdosen nehmen blanke Drahtenden anstelle von Steckern auf. Der Standard IEC 60320 definiert industrielle Stromsteckdosen; der Standard IEC 60309 regelt Hochstrom-Industriestecker.

Kontaktmaterialien und Verschleiß

Steckdosenkontakte bestehen typischerweise aus Messing, Beryllium-Kupfer oder Phosphorbronze, häufig mit Nickel oder Gold beschichtet, um Oxidation zu widerstehen und einen niedrigen Kontaktwiderstand zu gewährleisten. Das Steckdosengehäuse besteht meist aus Phenolharz, Polycarbonat oder Keramik. Wiederholtes Einstecken und Herausziehen verursacht mechanischen Verschleiß: Kontakte verlieren schrittweise ihre Federspannung, der Widerstand über die Verbindung nimmt zu und die Verbindung kann überhitzen. Korrosion tritt in feuchter oder korrosiver Umgebung schneller auf. Schlechte Kontaktqualität stellt ein Brandrisiko dar, besonders bei hochstromigen Anwendungen.

Der Begriff stammt von einem altenglischen Wort für eine Aushöhlung oder Höhle, was nach wie vor zutrifft. Im alltäglichen Sprachgebrauch nennen Menschen jede Buchse Steckdose, aber Ingenieure unterscheiden zwischen Stromsteckdosen, Signalsteckdosen und mechanischen Steckdosen (wie Schraubenschlüssel-Nüsse). Die Steckdose sitzt am empfangenden Ende der Strom- oder Signalkette und ist damit eine passive Komponente, doch ihre Konstruktion, Materialien und Zustand bestimmen direkt die Zuverlässigkeit der Verbindung.

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