Spad
Englisch: spad
Ein 2,5 bis 5 cm langer Nagel aus Eisen, Messing, Zinn oder Weißblech mit Loch im abgeflachten Kopf, zum Markieren von Vermessungspunkten im Untertage-Bergbau.
Spad: Vermessungsnagel für Untertagarbeiten
Ein Spad ist ein kurzer Nagel, typischerweise 1 bis 2 Zoll lang, der in Gestein oder Holz getrieben wird, um Vermessungspunkte unter Tage zu markieren. Er hat einen charakteristischen abgeflachten Kopf mit einem Loch, durch das Vermesser eine Setzwaage, Messstange oder Visierleine führen können. Das Loch gewährleistet eine genaue vertikale oder Richtungsausrichtung von einem Punkt zum nächsten, was für die Kartierung von Stollenstrecken und die Berechnung von Tiefe, Gefälle und seitlicher Position entscheidend ist.
Spads werden aus Eisen, Messing, Zinn oder Zinnblech (eine weiche Eisenlegierung) geschmiedet. Eisenspads sind am billigsten und in Steinkohlebergbau am häufigsten. Messing- und Zinnversionen widerstehen Korrosion besser und behalten ihre Form länger unter feuchten Bedingungen, weshalb sie in Erzbaubetrieben oder in tieferen Grubenbauen mit starkem Wasserzutritt bevorzugt werden. Zinnblech, hauptsächlich im kornischen Zinnbergbau verwendet, bot einen Mittelweg zwischen Kosten und Haltbarkeit.
Einsatz in der Untertagevermessung
Der Vermesser treibt den Spad bündig oder leicht hervorstehend in die Grubenwand oder den Boden an jedem Vermessungspunkt ein. Das Loch nimmt eine Setzwaage oder den Schaft einer Messstange auf, entlang derer der Vermesser visiert, um eine Linie zum nächsten Spad herzustellen. Diese sich wiederholende Messmethode von Station zu Station baut das Vermessungsnetz auf. In Schächten und Auffahrungen sind Spads unverzichtbare Ankerpunkte für vertikale Setzwaagen. Ohne sie hätten Visiermittel keinen festen Bezugspunkt, und Fehler würden sich schnell aufsammeln.
Spads bleiben an Ort und Stelle, oft über Monate oder Jahre, besonders in aktiven Gruben, wo Vermesser regelmäßig zurückkehren müssen, um zu remessen oder Pläne zu aktualisieren. Mit der Zeit können sie sich lockern, korrodieren oder durch herabfallende Trümmer oder Zimmerarbeiten beschädigt werden, was einen regelmäßigen Austausch oder Überprüfung erforderlich macht. Ein lockerer oder fehlender Spad zwingt den Vermesser, die gesamte Linie neu festzulegen, was Zeit kostet und Risiken mit sich bringt.
Der Begriff "Spad" ist alt und regional verankert; er erscheint am konsistentesten in britischen Bergbauakten und kornischen Bergbautexten. Seine Etymologie ist unklar, obwohl einige Quellen eine Verbindung zum niederländischen Wort für Spitz oder Keil vermuten. In manchen Regionen und Gewerken werden gleichwertige Geräte Pfähle, Hunde oder Stifte genannt, aber "Spad" bleibt der Standardbegriff in der Untertagevermessungsfachsprache des britischen Bergbaus.