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Bergbau und Gewinnung

Abbaubohrer

Englisch: stoper

Eine Art Bohrmaschine zum Abtrag von Abbauen im Bergwerk.

Stoper: Schlagbohrmaschine zum Aufwärtsböhren in Erz

Ein Stoper ist eine tragbare pneumatische Bohrmaschine zum Aufwärtsböhren in eine Erzfront, normalerweise an einem flexiblen Schlauch befestigt und von einem einzelnen Bergmann bedient, der auf einer Leiter oder Plattform steht. Im Gegensatz zu einer Standard-Horizontalbohrmaschine schlägt der Stoper sein Ventil senkrecht oder nahezu senkrecht, wodurch Bergleute Stöße ausgraben können, also die nach der Erzgewinnung zurückbleibenden Hohlräume. Das Werkzeug wiegt je nach Modell zwischen 10 und 30 Kilogramm und treibt einen Wolframcarbid- oder Stahlmeißel mit 1000 bis 2000 Schlägen pro Minute in das Gestein.

Die meisten Stoper laufen mit Druckluft, die über ein von der Abzugvorrichtung betätigtes Steuerventil mit 5 bis 8 bar Druck zugeführt wird. Der Schlagmechanismus schlägt den Bohrmeißel viele Male pro Sekunde, während der Bergmann Druck und Drehbewegung ausübt, entweder manuell über eine Keilverbindung oder durch eine eingebaute Drehfunktion. Frühe Stoper verwendeten einfache Hubkolben; moderne Konstruktionen nutzen Anschlusszylinderräume und Schwingungsdämpfungshalterungen, um Ermüdung des Bedieners auf langen Schichten zu verringern. Die Vorschubregelung ist entscheidend: zu wenig Druck und das Loch dringt langsam vor; zu viel erzeugt gefährlichen Rückstoß und zerstört Meißel vorzeitig.

Varianten und Arbeitsbedingungen

Stoper gibt es in verschiedenen Gewichten und Bohrlochdurchmessern. Ein leichter Stoper könnte einen 22 mm Durchmesser-Meißel verwenden und Löcher mit 50 bis 75 mm Durchmesser bohren; schwerere Modelle überschreiten 32 mm Meißelgröße. Jackleg-Modelle verbinden die Bohrmaschine mit einer starren Stützstange, die sich gegen den Boden abstützt und so freihändige Bedienung ermöglicht. Drifter und Stoper werden manchmal synonym verwendet, obwohl Drifter normalerweise horizontal oder in flachen Winkeln arbeiten. Unter Tage arbeiten Stoper in beengten Räumen, umgeben von frisch aufgelockerten Gestein; nasse Stöße erfordern sorgfältiges Wassermanagement, um ein Verklemmen des Meißels zu verhindern, während trockene Stöße explosiven Staub erzeugen, wenn nicht durch Wassereinspritzung am Bohrerkopf unterdrückt.

Meißelverschleiß ist ein großer Betriebsfaktor. Wolframcarbid behält seine Härte, kostet aber mehr; gewöhnliche Stahlmeißel sind billiger, stumpfen aber schnell in abrasivem Granit oder ähnlichen harten Gesteinen ab. Mit Stopern gebohrte Löcher werden normalerweise mit Sprengstoff geladen, daher sind Geradheit und richtiger Winkel für die Sprenggeometrie wichtig. Ein verbogenes Loch oder eines, das vom Plan abweicht, kann zu ungleichmäßiger Zerkleinerung oder zu Totbereichen führen, in denen Erz ungebrochen bleibt.

Der Begriff Stoper stammt von der Arbeit des Ausfüllens oder Verfüllens der durch Erzabbau geschaffenen Hohlräume. Die Bohrmaschine ist das Werkzeug, das die Löcher schafft, in die Sprengstoff geladen wird. Stoper gehören zu einer der ältesten noch stark genutzten Kategorien von Bergbaubohrmaschinen; pneumatische Konstruktionen haben sich im Prinzip seit den frühen 1900er Jahren kaum geändert, obwohl Ergonomie und Schwingungskontrolle wesentlich verbessert wurden. In modernen Betrieben konkurrieren Stoper mit größeren Produktionsbohrmaschinen, Jumbo-Bohrgeräten und Langlochabbohrungssystemen und werden teilweise durch diese ersetzt, die von einem einzigen Aufstellungspunkt aus arbeiten können. In engen Gängen, flachen Einfallswinkeln oder komplexen Stoßgeometrien bleibt der Stoper jedoch die praktische Wahl wegen seines geringen Gewichts und der Bedienermobilität.

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