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Zimmerei

Strongback

Englisch: strongback

Ein tragfähiger Pfosten mit T-förmigem Querschnitt, wobei der kurze T-Fuß ein Durchbiegen des langen Pfostens verhindert.

Stützpfosten: starrer Pfosten, der unter Last nicht durchbiegt

Ein Stützpfosten ist ein senkrecht oder nahezu senkrecht angeordneter Pfosten, der schwere Lasten ohne nennenswerte Durchbiegung tragen kann. Das Merkmal ist ein T-förmiger oder I-förmiger Querschnitt, bei dem ein starker Steg senkrecht zur erwarteten Biegungsrichtung verläuft und den Widerstand des Pfostens gegen Verformung dramatisch erhöht. In der Zimmerei besteht ein Stützpfosten in der Regel aus einem Hauptpfosten mit einer Dicke von 4 bis 8 Zoll, der mit einem senkrechten Flansch oder Arm verbunden ist, der auf einer oder beiden Seiten 6 bis 12 Zoll absteht und das T-Profil bildet.

Stützpfosten tragen am häufigsten vorübergehende Lasten bei Betonierarbeiten, beim Ausschalen oder bei großen Umbauten. Ein Stützpfosten unter einem Träger oder Balken kann eine Reihe von verstellbaren Pfosten ersetzen oder unterstützen, besonders wenn der Balken durchhängt oder wenn eine konzentrierte Last kurzzeitig abgestützt werden muss. Der T-Arm verhindert, dass der Pfosten unter exzentrischen Lasten seitlich ausweicht, was ein einfacher rechteckiger Pfosten leicht tun würde. Der Pfosten trägt die Last senkrecht nach unten ab, aber der Arm widersetzt sich der Seitenkraft, die das lange Bauteil zum Ausknicken bringt.

Stützpfosten werden aus Vollholz, Sperrholz (LVL) oder Stahlprofilen und Blechen gebaut. Die Querschnittsdimensionen müssen zur Last und zur Spannweite passen; eine Faustregel besagt, dass das Flächenträgheitsmoment (Biegewiderstand) sowohl das Gewicht der Last als auch die Länge des ungestützten Pfostens berücksichtigen muss. Ein 12 Fuß hoher Pfosten, der 50.000 Pfund trägt, benötigt erheblich mehr Querschnitt als ein 6 Fuß hoher Pfosten mit gleicher Last. Stahlstützpfosten tragen höhere Lasten auf kleinerer Grundfläche, erfordern aber richtig ausgeführte Basisplatten und seitliche Aussteifungen, um Kippen zu verhindern.

Der Stützpfosten verdankt seinen Namen der strukturellen Eigenschaft, die er bringt: ein schwacher Pfosten wird durch höhere Seitensteifigkeit stark. Zimmerleute und Schalung-Fachleute wählen Stützpfosten statt einfacher Pfosten, wenn die Durchbiegungsgrenzen eng sind oder wenn Lasten eher an einer Stelle konzentriert als gleichmäßig verteilt auftreten. Ein Balken oder Träger, der unter Eigengewicht oder unter Schalung merklich durchhängen würde, kann durch einen gut dimensionierten Stützpfosten direkt unter der Durchbiegungsstelle nahezu eben gehalten werden.

Der Ausfall eines Stützpfostens tritt normalerweise durch Faserzerkleinerung des Holzes an der Basis, Ausknicken der Flansche, falls diese schlank und ungestützt sind, oder durch Kippen auf, wenn die Last exzentrisch liegt und die Basis unzureichende Auflagerfläche oder seitliche Aussteifung hat. Kontrolle des Pfostens auf Lotgerechtigkeit und der Last auf Mittelposition beugt vielen Ausfällen vor. Stützpfosten sind vorübergehend oder halbbefestigt; sobald ständige Stahl- oder Betonglieder die Last tragen, wird der Stützpfosten entfernt und wiederverwendet oder entsorgt.

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