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Kfz-Technik

Synchronizer

Englisch: synchronizer

Teil eines Schaltgetriebes mit Synchronisierung, der die sanfte Schaltwellenkupplung ermöglicht.

Synchronisierer: Reibkegel zum Abgleich der Welledrehzahlen

Ein Synchronisierer ist eine mechanische Baugruppe im Schaltgetriebe, die die Drehzahl eines Zahnrads an die Getriebeüber- oder -abtriebswelle anpasst, bevor die Zahnreihen ineinander greifen. Beim Gangwechsel drehen sich Antriebswelle und das Zahnrad, das Sie gerade einlegen möchten, üblicherweise mit unterschiedlichen Drehzahlen. Treffen sie aufeinander, wenn die Geschwindigkeiten nicht angepasst sind, entstehen Schlag- und Schleifgeräusche. Der Synchronisierer schließt diese Lücke durch Reibung, sodass das Zahnrad glatt und geräuschlos auf die Welle gleitet.

Kernkomponente ist eine Reiboberfläche mit Kegelform, meist aus Messing oder einer gesinterten Bronzlegierung, die auf der Nabe des Zahnrads sitzt. Wenn der Schaltklotz den Synchronisiererkragen zum Zahnrad schiebt, erfasst ein Kegel auf der Innenseite des Synchronisierers einen entsprechenden Kegel auf dem Zahnrad. Die Reibung zwischen diesen Flächen beschleunigt oder bremst das Zahnrad schnell ab, bis es die Wellendrehzahl erreicht. Sobald die Drehzahlen übereinstimmen, greifen die Keilnuten des Kragens in die entsprechenden Nuten des Zahnrads und sperren es. Der gesamte Vorgang dauert gewöhnlich weniger als eine halbe Sekunde.

Die meisten Straßenfahrzeuge verwenden Drei-Kegel-Synchronisierer oder bei älteren und einfacheren Bauarten Ein- oder Zwei-Kegel-Systeme. Lastkraftwagen und ältere Pkw können in den oberen Übersetzungen unsynchronisierte Gänge haben, da die Schaltungen dort seltener erforderlich sind. Moderne Pkw synchronisieren alle Vorwärtsgänge und den Rückgang. Die Wirksamkeit des Vorgangs hängt vom Reibmaterial, vom Kegelwinkel (üblicherweise 10 bis 15 Grad) und davon ab, wie schnell der Fahrer die Kupplung nach dem Schalten loslässt.

Verschleiß und Ausfallarten

Synchronisiererkegel nutzen sich durch Gebrauch allmählich ab und versagen schnell bei falscher Bedienung. Wiederholtes Herunterschalten unter hoher Motorlast, Kupplungsschlupf beim Schalten oder das Reinschleifen in einen Gang beschleunigen den Kegelabbau. Wenn die Kegeloberfläche glänzend wird oder Poren aufweist, verliert sie Griffigkeit und synchronisiert nicht mehr wirksam, was zu Zahnradschlag führt. Austausch-Synchronisierer werden als vollständige Baugruppen mit Kragen, Federn und Kugeln verkauft; einzelne Kegel lassen sich im Feld normalerweise nicht instand setzen.

Der Ausdruck "Synchromesh"-Getriebe stammt vom synchronisierten Eingriff: dem Ineinandergreifen der Zahnreihen nach der Synchronisation. Diese Bezeichnung hat sich erhalten, obwohl die Technik heute Standard und kein Luxusmerkmal mehr ist. Moderne Sperrdifferenziale und Doppelkupplungsgetriebe nutzen ähnliche Reibkegel-Prinzipien, was zeigt, dass das Synchronisierer-Design weiterhin grundlegend für sanfte Kraftübertragung in mechanischen Systemen ist.

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