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Bahntechnik

Tamper

Englisch: tamper

Ein Eisenbahnfahrzeug zum Verdichten von Schotter.

Stopfer: Maschine zum Verdichten von Gleisschotter

Ein Stopfer ist ein selbstfahrendes oder gezogenes Eisenbahnfahrzeug, das Schotter verdichtet. Schotter ist das lose Steingemisch, das Bahnschwellen (Sleeper) trägt und stabilisiert. Die Maschine drückt die Schotterkörnchen durch wiederholte Schläge oder Vibration nach unten und seitlich unter die Schwelle, um die Tragfähigkeit wiederherzustellen, die durch Setzung und wiederholte Zuglast beeinträchtigt wurde. Die meisten Stopfer arbeiten auf Gleisen, die bereits in Betrieb sind, daher müssen sie sicher neben dem Verkehr oder während von Sperrpausen arbeiten.

Das Kernprinzip besteht aus einer Reihe pneumatischer oder hydraulischer Rammen, die mit hoher Frequenz nach unten unter die Schwelle schlagen, typischerweise 10 bis 30 Schläge pro Sekunde je nach Maschinentyp und Schotterzustand. Einige Maschinen setzen Vibrationsplatten statt Schlagbären ein. Der Bediener positioniert die Maschine über dem Gleis, senkt die Arbeitsköpfe unter die Schwelle ab und aktiviert den Stopfzyklus, während die Maschine schrittweise voranrückt. Ältere handgesteuerte Stopfer erforderten zwei oder drei Arbeiter, die Handbären auf beiden Seiten der Schwelle führten; moderne Maschinen erledigen diese Arbeit mit nur einem Bediener in einer Kabine.

Stopfer gibt es in verschiedenen Ausführungen. Punktstopfer arbeiten an einzelnen Schwellen und sind auf Nebenbahnen und Nebengleisen verbreitet, wo die Gleisgeometrie keine großflächige Steuerneuerung erfordert. Durchgehende Stopfer bearbeiten längere Streckenabschnitte durch schrittweises Vorankommen; diese sind schwerer und produktiver, benötigen aber guten Zugang und Platz. Einige Maschinen kombinieren das Stopfen mit Steinverteilung oder Unterschottung, bei der alter Schotter unter der Schwelle entfernt wird, bevor verdichtet wird. Der Schotterzustand, die Gleisgeometrietoleranzen und der Schienentypus beeinflussen, welche Maschine und welche Einstellungen für eine bestimmte Aufgabe geeignet sind.

Schottersetzung und die Notwendigkeit des Stopfens

Schotter wird durch mechanischen Verschleiß (Steine brechen unter wiederholtem Radaufschlag), Tonkontamination, Schlammbildung bei nassen Bedingungen und einfache Setzung beim Schließen von Hohlräumen beeinträchtigt. Nicht gestopftes Gleis verliert Steifigkeit und ermöglicht, dass sich Schwellen unter Last vertikal und seitlich bewegen. Dies erzeugt Mulden, Knickstellen und Neigungsprobleme, die den Fahrkomfort verschlechtern, den Verschleiß an Rädern und Schienen erhöhen und letztlich zu Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Streckensperrungen führen. Regelmäßiges Stopfen, üblicherweise alle 5 bis 15 Jahre je nach Verkehrsdichte und Geografie, stellt die Tragfähigkeit wieder her und verlängert die Lebensdauer.

Stopferführer arbeiten nach vermessenen Gleisgeometriedaten, die angeben, welche Schwellen bearbeitet werden müssen und wie viel gestopft werden muss. Moderne Maschinen sind mit Laser- oder Beschleunigungssensoren ausgestattet, um die vertikale Bewegung der Schwelle während des Stopfens zu messen. Dies ermöglicht dem Bediener, die Verdichtung optimal zu erreichen, ohne den Schotter zu überbearbeiten. Schotter schlechter Qualität, Staub und Tonteile im Stein oder sehr nasser Untergrund können wirksames Stopfen unmöglich machen; in solchen Fällen ist Schotterneuerung statt Stopfen erforderlich.

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