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Elektrotechnik

TDD

Telekommunikationsgerät für Gehörlose zur Text-basierten Kommunikation über Telefonleitungen

TDD: Texttelefon für gehörlose und schwerhörige Nutzer

Ein Telecommunications Device for the Deaf (TDD) ist ein Terminal, das getippten Text in elektrische Signale umwandelt, die über Standard-Telefonleitungen übertragen werden, und eingehende Signale zurück in sichtbaren Text konvertiert. Der Nutzer tippt eine Nachricht auf einer QWERTY-Tastatur, die codiert und an ein anderes TDD oder kompatibles Gerät auf der Empfängerseite gesendet wird, wo sie auf einem kleinen Flüssigkristall- oder LED-Display erscheint. Das Gerät überbrückt die Lücke zwischen gehörlosen und schwerhörigen Personen und hörenden Telefonbenutzern, wenn Relay-Services involviert sind.

Die Hardware besteht üblicherweise aus einer Tastatur, einem Modem, einem Akustikkoppler oder direkter Telefonverbindung und einer visuellen Anzeige. Ältere Modelle verwendeten 300 oder 1200 Baud Modulationsstandards; viele moderne TDDs arbeiten mit 2400 Baud. Das Akustikkoppler-Design, bei dem der TDD-Lautsprecher und das Mikrofon direkt mit dem Telefonhörer verbunden sind, war die ursprüngliche Architektur und bleibt bei tragbaren Geräten verbreitet. Direct-Connect-TDDs stecken direkt in die Telefondose und sind schneller und zuverlässiger als akustisch gekoppelte Geräte.

Typische Betriebsszenarien

Bei TDD-Kommunikation von Eins zu Eins müssen beide Seiten kompatible Ausrüstung haben. Häufiger ruft ein gehörloser Nutzer einen Relay-Service an, wo ein hörender Relay-Operator den eingehenden Text laut einem hörenden Gesprächsteilnehmer vorliest und die gesprochene Antwort der hörenden Person dem TDD-Nutzer zurück tippt. Der Relay-Operator tippt GA (go ahead), um Sprecherwechsel zu signalisieren, und SK (stop keying), um anzuzeigen, dass der Anruf beendet ist. Dieser asynchrone Arbeitsablauf ist notwendig, weil der TDD-Nutzer während des Tippens keine Stimme hören kann.

Die TDD-Zuverlässigkeit hängt von sauberen Telefonleitungen und korrekter Baud-Rate-Synchronisation zwischen den Geräten ab. Leitungsrauschen, Caller-ID-Systeme und digitale Telefonnetze können die Signalqualität beeinträchtigen. Bell 103 Frequency Shift Keying (FSK) mit 300 Baud ist der Mindeststandard für TDD-Kompatibilität und stellt sicher, dass ältere und neuere Ausrüstung zusammenarbeiten können. Video-Relay-Services und IP-basierte Textlösungen haben die Optionen erweitert, aber TDDs bleiben der rechtliche Standard in vielen Gerichtsbarkeiten für Notfallzugang und Anforderungen der öffentlichen Zugänglichkeit.

Der Begriff TDD ist etwas veraltet; TTY (Teletypewriter) wird jetzt in Nordamerika gleichbedeutend verwendet, und Texttelefon wird in Europa bevorzugt. Allerdings bleibt TDD der rechtliche Begriff im Americans with Disabilities Act und zugehörigen Vorschriften, was das Wort zu einem unverzichtbaren Vokabular bei der Planung der Telekommunikationsinfrastruktur und in der Kundenservicepolitik macht.

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