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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Tie-up

Englisch: tie-up

Die Verbindung der Tretpedale eines Webstuhls mit seinen Schäften, in Kombination mit der Ketteinstellung und dem Treten verwendet, um ein Muster zu erzeugen.

Trittverbindung: die mechanische Verbindung zwischen Fußpedalen und Webschäften

Die Trittverbindung ist die Anordnung von Schnüren oder Riemen, die jeden Tritt (Fußpedal) eines Webstuhls mit einem oder mehreren Webschäften des Stuhls verbindet. Wenn ein Weber einen Tritt betritt, zieht die Trittverbindung die angebundenen Schäfte nach oben und hebt bestimmte Kettfäden an, während andere unten bleiben. Dieses gezielt abwechselnde Heben und Senken der Kettfäden schafft zusammen mit dem Schuss (Schiffchen oder Einschlag) die verschlungene Struktur des Gewebes. Ohne Trittverbindung gäbe es keine Möglichkeit, zu kontrollieren, welche Fäden sich bewegen und wann.

Die Trittverbindung arbeitet zusammen mit zwei anderen Steuerelementen: dem Einzug (welcher Kettfaden durch welches Öhr einer Litze auf jedem Schaft geht) und der Trittfolge (die Reihenfolge, in der der Weber die Tritte betritt). Diese drei Elemente zusammen bestimmen das endgültige Muster. Ein Leinwandbindung erfordert nur zwei Schäfte und zwei Tritte; komplexere Muster wie Köper, Atlasbindungen und aufwendige Bildwebereien benötigen acht, sechzehn oder noch mehr Schäfte und Tritte mit entsprechend komplexeren Trittverbindungen.

Trittverbindungen werden üblicherweise aus starken Schnüren, Leinenband oder Lederriemen hergestellt. Jeder Strang läuft von einem Loch oder Öhr auf der Unterseite eines Tritthebelarms durch das Webstuhlgestell und befestigt sich an einem Schaft oder an einem Hebelsystem. Die Befestigungspunkte müssen verstellbar sein, damit der Weber die genaue Höhe einstellen kann, in der jeder Schaft angehoben wird, wenn sein Tritt betätigt wird. Zu straff, und der Schaft hebt zu hoch; zu locker, und der Weber muss stärker drücken, um die Kette vollständig anzuheben.

Wartung und Ausfallmuster

Trittverbindungen verschleißen und fasern dort auf, wo sie sich um Befestigungspunkte wickeln, besonders an Bodenwebstühlen in ständiger Benutzung. Eine gerissene oder rutschende Trittverbindung wirft das Muster aus dem Register, weil die falschen Schäfte zu falschen Zeiten angehoben werden. Weber führen oft Ersatzschnur mit sich und binden Verbindungen während eines Produktionslaufs neu, anstatt ganz zu stoppen. Die Knoten und Schleifen müssen gleichmäßig gebunden sein, damit alle Tritte denselben Fußdruck erfordern, sonst bricht der Rhythmus des Webers auf und die Selvedgen werden ungleichmäßig.

Bei starren Litzenwebstühlen und sehr kleinen Webstühlen gibt es möglicherweise überhaupt keine Trittverbindung, weil die starre Litze oder der handbetätigte Mechanismus bereits bestimmt, welche Fäden angehoben werden. Bei industriellen Dobby- und Jacquardwebstühlen haben mechanische oder elektronische Steuersysteme die manuelle Trittverbindung vollständig ersetzt. Allerdings bleibt die Trittverbindung bei Handwebstühlen, die für Musterproben, Kunstweberei und kleine Produktionsläufe verwendet werden, grundlegend: Sie ist die direkte, tastbare Verbindung des Webers zur Musterkontrolle.

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