TMA
Abkürzung für Truck-Mounted Attenuator.
TMA: der Aufprallschutz, der auf Baustellen Leben rettet
Ein Truck-Mounted Attenuator ist ein schweres Fahrzeug, typischerweise ein Kipplaster oder Pritschenwagen, das mit einer stoßabsorbierenden Struktur an seinem Heck ausgestattet ist. Es steht hinter einer Arbeitsstelle auf einer befahrenen Straße und soll einen Aufprall eines abgekommenen Fahrzeugs absorbieren, bevor dieses Fahrzeug Arbeiter, Ausrüstung oder das eigentliche Arbeitsgebiet erreicht. Der Attenuator ist das energieabsorbierende System, meist aus austauschbaren zerbrechlichen Materialien oder zerdrückbaren Wabenkonstruktionen, die bei Aufprall verformen, ohne das treffende Fahrzeug zurück in den Verkehr zu katapultieren.
Es gibt zwei Haupttypen von TMAs. Statische Attenuatoren verwenden Materialien wie expandiertes Polystyrol oder Papierwabenkonstruktionen in einer Halterung; diese absorbieren Energie durch Zerstörung und werden nach starken Aufprällen ausgetauscht. Dynamische Attenuatoren nutzen Reibung oder hydraulische Dämpfer, um das Fahrzeug schrittweise zu verlangsamen; sie sind langlebiger und für Hochgeschwindigkeitsstrecken geeignet, kosten aber mehr. Die meisten TMAs sind auf das Bremsen von Fahrzeugen bei bestimmten Geschwindigkeiten ausgelegt, üblicherweise 35, 55 oder 70 mph, je nach Geschwindigkeitsbegrenzung und Risikoprofil der zu schützenden Arbeit.
In der Praxis wird eine TMA vor Spurabsperrungen, Versorgungsarbeiten, Unfallstellen oder mobilen Einsätzen wie Schlaglochausbesserung oder Markierungsarbeiten eingesetzt. Sie bewegt sich mit der Arbeitsstelle mit und wird vom Auftragnehmer oder dem Sicherheitsbeauftragten der Arbeitsstelle instand gehalten. Der Abstand zwischen der TMA und dem Arbeitsgebiet wird durch die Straßengeschwindigkeit und Reaktionsstrecke bestimmt; auf einer 55-mph-Strecke kann diese Entfernung 200 bis 400 Fuß betragen. Die TMA ist hell gekennzeichnet mit retroreflektierenden Chevrons und Warnleuchten, üblicherweise blinkend orange, und der Lastkraftwagen hat einen geschulten TMA-Operator, der den Verkehr überwacht und ausgebildet ist, zu evakuieren, falls ein Sekundäraufprall unmittelbar bevorsteht.
Häufige Ausfälle und Gefahren
TMAs sind nur wirksam, wenn sie korrekt positioniert werden und das Attenuatormaterial in gutem Zustand ist. Abgenutzte, wasserbeschädigte oder bereits beschädigte Waben- oder Schaumkonstruktionen verlieren ihre Druckeigenschaften und können ein eintreffendes Fahrzeug möglicherweise nicht ausreichend verlangsamen. Operatoren positionieren die TMA manchmal zu nah am Arbeitsgebiet und reduzieren damit den Schutzpuffer. Bei Auffahrkollisionen auf Autobahnniveau können selbst funktionierende Attenuatoren den Operator und das Fahrzeug extremen Kräften aussetzen; Todesfälle treten auf, wenn eine TMA von einem großen Lastkraftwagen getroffen wird oder wenn sie ein zweites Mal von nachfolgendem Verkehr getroffen wird.
Der Begriff Attenuator stammt vom lateinischen attenuare, schwächen oder abschwächen, weil das Gerät die Kraft eines Aufpralls durch Energieabsorption statt Ablenkung schwächt oder verringert. TMAs sind heute Standard auf den meisten U.S.-Autobahn-Arbeitsstellen; einige staatliche Verkehrsministerien schreiben sie auf Straßen oberhalb bestimmter Geschwindigkeitsgrenzen vor. Schulung und Zertifizierung für TMA-Operatoren werden durch Organisationen wie die American Traffic Safety Services Association angeboten, obwohl die Anforderungen je nach Bundesstaat und Arbeitgeber unterschiedlich sind.