Tote
Englisch: tote
Der Hauptgriff einer Handhobel zum Greifen des Hobels.
Tote: Der hintere Griff, den man bei einer Handhobel fasst
Die Tote ist der hölzerne Griff, der auf der hinteren, oberen Fläche eines Bankhobelς montiert ist und so positioniert wird, dass deine Hand von oben darum greift. Sie ist der primäre Kontrollpunkt zum Vorschieben des Hobels und übt während des Hubes Druck nach unten aus. Bei einem Schrupphobel, Langhobler oder Schlichthobel sitzt die Tote etwa 5 bis 8 cm von der Ferse entfernt und ist so geformt, dass sie bequem in die Handfläche und zwischen die Finger passt, meist mit einer sanften Wölbung oder leichten Ausbuchtung, um zu verhindern, dass die Hand nach hinten abrutscht.
Die meisten Holzhobel haben zwei Griffe: die Tote am hinteren Ende und den Knauf (oder vorderen Knauf) in der Nähe der Vorderkante, den deine andere Hand zum Steuern und Lenken fasst. Die Tote macht die Arbeit; der Knauf stabilisiert den Hobel. Bei Metall-Hobeln kann die Tote ein Gusseisen-Teil sein, das in den Körper integriert ist, oder ein Holzeinsatz, der am Gestell angeschraubt wird. Die Form und Gewichtsverteilung der Tote beeinflussen, wie schnell Ermüdung während langer Hobelarbeiten auftritt, weshalb Handwerker Hobel oft auch danach wählen, wie sich die Tote anfühlt.
Materialien und Verarbeitung
Holzerne Totes werden typischerweise aus Buche, Apfel- oder Kirschenholz gedreht oder geformt, gewählt wegen ihrer Härte und Splitterresistenz unter wiederholtem Griff. Die Faserung verläuft längs entlang des Griffs, um maximale Festigkeit zu erreichen. Metall-Totes bestehen oft aus duktilem Gusseisen oder Aluminium-Legierung, manchmal verchromt oder vernickelt, um Ermüdung der Hand durch kalten Kontakt zu verringern. Eine gut gefertigte hölzerne Tote kann die Hobelsohle überleben; eine schlecht geformte führt zu Blasenbildung oder Ermüdungserscheinungen in Hand und Unterarm.
Die Tote befestigt sich am Hobel-Körper durch einen Gewinde-Holzdübel oder einen Metallbolzen, der durch die Sohlen-Gussform in den Tote-Rohling geht. Mit der Zeit können Vibrationen und Feuchtigkeitswechsel dieses Gelenk lockern und den Griff verschieben oder zum Reißen bringen. Totes können entfernt und bei Beschädigungen ersetzt werden, doch das Anpassen von Faserung und Gewicht an den Original-Hobel erfordert Sorgfalt.
Der Begriff Tote erscheint in der Holzbearbeitungsliteratur spätestens seit dem 19. Jahrhundert und leitet sich vermutlich von einer älteren nautischen oder werkzeugmachenden Verwendung ab, die tragen oder schleppen bedeutet. Er ist spezifisch für Hobelwerkzeuge; Meißel, Sägen und Hämmer verwenden andere Bezeichnungen für ihre Griffe. Die Qualität und Gestaltung der Tote eines Hobels wird oft als bedeutender Faktor in Nutzer-Bewertungen und Werkzeug-Auswahl angeführt, besonders bei Handwerkzeugen, die Zimmerleute während Stunden bei wiederholten Hobelarbeiten nutzen.