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Bergbau und Gewinnung

Trimmer

Englisch: trimmer

Vorrichtung zur Lagerung von Kohle in allmählich wachsenden Hügeln, die aufgebaut werden, indem man an der Kegelspitze oder Pyramidenkuppe aufschichtet.

Trimmer: eine durch zentrales Aufschütten gebildete Kohlelagerstätte

Ein Trimmer ist ein kegelförmiger oder pyramidenartiger Kohlenlagerplatz, der durch wiederholtes Abladen von Material an einem zentralen Punkt aufgebaut wird. Dabei entsteht eine natürliche Böschung, während der Haufen von seiner Spitze aus in die Höhe und zur Seite wächst. Das Verfahren nutzt den natürlichen Böschungswinkel der Kohle zur Stabilisierung, ohne dass Stützmauern oder aufwendiges Formen erforderlich sind. Diese Methode war in Bergwerken und Kohleumschlaganlagen üblich, wo Platz begrenzt war und schnelle Lagerung notwendig wurde.

Der Haufen bildet sich, wenn aufeinanderfolgende Kohleladungen an denselben zentralen Punkt gefahren werden, typischerweise über Rutsche, Schaufel oder Eisenbahnwaggon. Die Kohle rollt den sich entwickelnden Kegel herunter; grobe Brocken rollen nach außen, feines Material setzt sich näher zur Mitte ab. Das Ergebnis ist ein selbstorganisierender Haufen, der je nach Kohlesorte, Feuchtigkeitsgehalt und Lagerdauer Höhen von 6 bis 12 Metern oder mehr erreichen kann. Ein steilerer Böschungswinkel erzeugt eine kompaktere Grundfläche; feuchte Kohle hat flachere Winkel und breitere Basis.

Ein kritischer Schwachpunkt von Trimmerhaufen ist die Kohleverschlechterung am Rand. Die wiederholte Rollbewegung zerbricht Brocken in kleinere Teile und erzeugt Feinkohle und Staub, der durch Wind verloren gehen oder schwer zurückgewonnen werden kann. Witterungseinflüsse spielen ebenfalls eine Rolle: Regen kann zu Oberflächenrutschungen und Staubproblemen führen, während Frost-Tau-Zyklen in kaltem Klima die äußeren Schichten destabilisieren können. Diese Praxis wurde weitgehend durch geschlossene Bunker und kuppelförmige Trichter ersetzt, die Witterungsschäden und Staubentwicklung reduzieren.

Der Begriff spiegelt die praktische Geschicklichkeit wider: einen Trimmer "getrimmt" zu halten bedeutete, sein Profil so zu handhaben, dass Material nicht vom Fuß abrollte oder ungleichmäßige Setzungen entstanden. Die Arbeiter mussten Winkel und Höhe überwachen, um Rutschungen zu verhindern und die Rückgewinnbarkeit des Materials zu sichern. In manchen Betrieben wurde eine dünne Schutzschicht aus grober Kohle oder anderem Material aufgebracht, um die darunter liegende Masse zu schützen.

Der Begriff Trimmer stammt aus der britischen und europäischen Bergbaupraxis des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Er gehört zu einer Familie von Freilagerungsmethoden, zu der auch Langmieten und offene Haufen zählen. Heute lebt der Begriff hauptsächlich in der historischen Bergbauliteratur und unter älteren Arbeitern fort, die mit Bergbaubetrieben vertraut sind; die moderne Kohlelagerung nutzt geschlossene oder überdachte Speicher, um Umwelt- und Sicherheitsstandards zu erfüllen.

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