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Bergbau und Gewinnung

Trommel

Englisch: trommel

Eine rotierende Buddelsiebe oder Siebtrommel zur Trennung oder Klassierung von Erzen.

Trommel: rotierendes Siebtrommelsystem zur Erzklassierung

Eine Trommel ist ein zylindrisches Sieb, das sich dreht und dient zum Sortieren und Klassieren von Erz, Kohle oder Gesteinskörnungen. Das Material wird über oder durch die gelöcherte oder mit Maschengewebe bespannte Oberfläche geleitet. Das Trommelsystem hat typischerweise einen Durchmesser von 1 bis 3 Metern und eine Länge von 2 bis 5 Metern. Es ist leicht geneigt angebracht und dreht sich auf Lagern mit 15 bis 20 Umdrehungen pro Minute. Während sich die Trommel dreht, fällt feines Material durch die Öffnungen hindurch, während zu großes Material im Inneren entlangwandert und am Austragende austritt. Dies schafft eine einfache aber wirksame, schwerkraftgestützte Trennung.

Der Begriff stammt aus dem deutschen Wort Trommel, was Trommel bedeutet, und ist seit mindestens dem 18. Jahrhundert im Hartgesteinsabbau belegt. In ihrer ursprünglichen Form war die Trommel ein Nasssiebgerät; Wasser wurde auf das rotierende Maschengewebe gesprüht, um feines Material leichter hindurchzubringen. Diese Nassversion, die in britischen Bergbaubetrieben manchmal buddle genannt wurde, konnte tonhaltige Erze bewältigen, die ein Trockensieb innerhalb weniger Stunden blind machen würde. Trockene Trommeln wurden im 19. und 20. Jahrhundert häufiger, besonders zur Kohlenklassierung und bei der Edelmetallgewinnung.

Eine praktische Trommelauslegung erfordert sorgfältige Netzwahl. Ein Bergwerk, das Blei-Zink-Erz aufbereitet, könnte 6 Millimeter große Öffnungen in der oberen Trommelhälfte verwenden, um grobes Abraum auszuscheiden, dann 3 Millimeter große Öffnungen unten, um mittelgroße Feines zu trennen. Das Maschengewebe besteht typischerweise aus mildem Stahldrahtgewebe in älteren Anlagen, obwohl nichtrostender Stahl und Manganstahl zum Standard wurden, um Korrosion und Verschleiß zu widerstehen. Siebverblindung, bei der Ton oder klebrige Feinstoffe die Öffnungen verstopfen, bleibt das Hauptwartungsproblem. Betreiber würden die Trommel regelmäßig umkehren oder Gummikügelchen im Inneren einbauen, um das verdichtete Material freizuklopfen.

Rückgang und moderner Kontext

Der Begriff ist im aktiven Bergbau heute weitgehend veraltet und wurde durch effizientere Kaskadensiebanlagen, Bananensiebanlagen und geneigte Vibrationssiebe ersetzt, die höhere Durchsätze und bessere Partikeltrennung bieten. Trommeln verloren an Bedeutung, weil ihre niedrige Drehzahl (im Vergleich zu Siebmaschinen mit über 1000 U/min) bedeutete, dass sie moderne Bergbaufördermengen nicht bewältigen konnten. Der Mechanismus hält sich aber in Nischenanwendungen: Kleinbetriebe, Recyclinganlagen zur Sortierung von Mischabfällen und Gesteinskornproduzenten betreiben noch immer Trommeln, die vor Jahrzehnten gebaut wurden. Häufig werden diese einfach als rotierende Trommeln bezeichnet, statt des älteren Fachbegriffs zu verwenden.

Das Verständnis von Trommelauslegung ist wichtig beim Lesen historischer Bergbautexte, bei der Bewertung von Gebrauchtausrüstung oder beim Arbeiten an Altanlagen in kleinen oder handwerklichen Betrieben. Die Trommel stellt einen Wendepunkt in der Bergbautechnik dar: einfach genug zum Instandhalten ohne Strom oder komplexe Mechanik, aber wirksam genug, um in kleinen Maßstäben rentabel zu sein, wo Kapitalinvestitionen und Stromverbrauch zählen.

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