Dyke
Englisch: dyke
Mit Gestein gefüllte Kluft in einer Gesteinsschicht, eine geologische Störung
Ganggestein: ein Riss im Gestein, gefüllt mit jüngerem Gestein
Ein Ganggestein ist ein blattförmiger Körper aus Magmatit, der in einen Riss des älteren Nebengesteins eingedrungen ist und an Ort und Stelle erstarrt ist. Das Ganggestein durchschneidet die Schichtung des umgebenden Gesteins, oft in steilem Winkel oder sogar senkrecht, was es von einem Lagergang unterscheidet (der parallel zur Schichtung verläuft). Ganggesteine reichen von haarfeinen Rissen bis zu mehrere Meter breiten Strukturen und können sich über hunderte Meter oder mehr erstrecken. Sie entstehen, wenn unter Druck stehendes geschmolzenes Material einen Schwachpunkt findet und erstarrt, bevor es zurückfließen kann.
Im Bergbau sind Ganggesteine bedeutsam, weil sie die Gesteinseigenschaften verändern, die Erzverhältnisse beeinflussen und die Stabilität von Grubenbauen verändern. Ein Basalt- oder Doleritegang, der durch weiches Sedimentgestein verläuft, schafft eine harte, spröde Zone, die unter Spannung anders bricht. Einige Gänge führen Erze, andere sind taubes Nebengestein, das durchfahren werden muss. Der Kontakt zwischen Gang und Nebengestein ist oft eine Schwachzone, wo Wasser eindringt oder Bruchbildung einsetzt.
Erkennung und Vermessung
Ein Ganggestein wird erkannt an seinem scharfen Kontakt zum umgebenden Gestein, seiner gleichmäßigen Zusammensetzung entlang seiner Erstreckung und der gebrannten oder veränderten Zone im angrenzenden Nebengestein. Bergleute kartieren Gänge nach Streich und Fallen, notieren Mächtigkeit und Zusammensetzung. Mächtige Gänge (über 10 Meter) können als separate Einheiten abgebaut werden; dünne werden als Gefahren vermerkt. Probenahmen über einen Gang zeigen eine klare Zusammensetzungsgrenze, anders als bei einer Störung, die typischerweise kataklastitisches Material und ausgefledderte Kontakte aufweist.
Der Begriff stammt vom holländischen und skandinavischen Wort für Mauer oder Damm und wurde auf die Geologie übertragen, weil das Ganggestein wie eine Mauer hervorragt, sobald das umgebende weichere Gestein erodiert ist. Die regionale Verwendung variiert: dike ist die standardisierte amerikanische Schreibweise, dyke die britische und australische, obwohl beide dieselbe geologische Struktur bezeichnen. Gänge werden intensiv in der Strukturgeologie erforscht und sind für Mineralogen wertvoll als Fenster zur Zusammensetzung von Magma in der Tiefe.