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Bergbau und Gewinnung

Begleitmineral

Englisch: veinstuff

Mineralien in einer Erzader, die einen geringeren Wert als Erze haben.

Ganggestein: Das Gestein, das Erzvorkommen ausfüllt

Ganggestein ist das nicht-erzhältige Mineralmaterial, das den Raum innerhalb einer Erzader ausfüllt. Wenn Bergleute oder Geologen eine wirtschaftliche Erzader ausgraben, ist das Ganggestein das, was sie wegstemmen und entsorgen müssen, um an das wertvolle Material zu gelangen. Es ist taubes Gestein: Quarz, Feldspat, Calcit, Tonminerale oder andere Silikate, die sich während der Aderbildung neben den Erzmineralen abgelagert haben, aber keinen wirtschaftlichen Eigenwert besitzen.

Die Zusammensetzung des Ganggesteins hängt vollständig von der geologischen Geschichte der Ader ab. Eine Goldader in Granit kann mit Milchquarz und Pyrit durchzogen sein; eine Blei-Zink-Ader in Kalkstein enthält Calcit und Dolomit als dominierendes Ganggestein. Die wirtschaftliche Grenze ist scharf: Wenn eine Mineralphase nicht abbaubar und verwertbar ist, zählt sie als Ganggestein, unabhängig davon, wie verbreitet sie sonst in der Natur ist. Das bedeutet, die Definition verschiebt sich mit Marktpreisen und Abbautechnik.

Verwässerung und Abfallwirtschaft

Ganggestein schafft zwei praktische Probleme. Erstens verwässert es das Erz: Der Abbau einer 2 Meter breiten Ader bedeutet, 20 Prozent wertvolles Erz und 80 Prozent Ganggestein zu bewegen; Abbauteams müssen die Dichte des tauben Materials in ihrem Erzstrom steuern. Zweitens entsteht ein Volumenproblem bei der Entsorgung. Ein einzelner Bergbaubetrieb kann jährlich Tausende Tonnen Ganggestein erzeugen, das Tailings-Management, Versatzbringung oder Haldenlaugung erfordert, um es zusammen mit dem Erz zu verarbeiten.

Der Begriff selbst widerspiegelt Arbeitsvokabular: Bergleute und Grubenplaner unterscheiden Ganggestein als benannte Kategorie, um es sowohl von echtem Nebengestein (dem umgebenden Wirtsgestein) als auch vom Erz zu trennen. Ganggestein liegt innerhalb der Adergrenze; Nebengestein liegt außerhalb. Diese Präzision ist wichtig beim Berechnen von Erzgehalten, Verwässerungsraten und Abbaukosten. Eine geologische Aderbeschreibung muss die Mineralanteile des Ganggesteins angeben, denn sie beeinflussen Grubenplanung, Aufbereitungseffizienz und Umwelthaftung.

In manchen Betrieben hat Ganggestein Sekundärnutzen. Quarz-Ganggestein kann zu Schotter oder Flussmittel zerschlagen werden; Calcit-Ganggestein eignet sich für Zementherstellung oder Bodenverbesserung. Wenn solche Märkte existieren, verbessert sich die Aderökononomie, aber das Material bleibt Ganggestein, bis es aktiv vermarktet und verkauft wird; es ist wertfreies Gestein, bis ein Käufer erscheint.

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