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Luftfahrttechnik

Vektor

Englisch: vector

Eine gewählte Flugbahn oder Richtung für die Bewegung eines Luftfahrzeugs.

Vector: Wie die Flugsicherung dich lenkt, wohin sie will

In der Luftfahrtwartung und im Flugbetrieb ist ein Vector ein bestimmter Kurs und eine Flughöhe, die die Flugsicherung einem Luftfahrzeug im Flug zuweist. Im Gegensatz zu einer Route, die den Gesamtweg von Abflug- zum Zielort beschreibt, ist ein Vector eine vorübergehende Anweisung, die normalerweise wenige Minuten dauert und den Piloten anweist, einen genauen magnetischen Kurs in einer bestimmten Flughöhe zu fliegen. Die Flugsicherung gibt Vectore während der An- und Abflugphase kontinuierlich aus, um Flugverkehr zu ordnen, Konflikte zu vermeiden und Luftfahrzeuge für sichere Landungen oder Aufstieg zu positionieren.

Der Lotse übermittelt Vectore in Grad magnetisch und Fuß Flughöhe, zum Beispiel: "turn left heading 240, maintain 3,000 feet." Der Pilot muss die Anweisung bestätigen und sie genau mit dem Kursinstrument oder dem Autopiloten fliegen. Vectore ändern sich häufig, während das Luftfahrzeug durch den Luftraum bewegt; ein Pilot kann während eines zehnminütigen Sinkflugs sechs oder acht verschiedene Kurse erhalten. Der Vector selbst garantiert nicht die endgültige Flugstrecke, er regelt nur den unmittelbaren Flugweg als Reaktion auf Verkehrsfluss und Anforderungen der Pistenausrichtung.

Ein Radarvektor setzt voraus, dass die Flugsicherung das Luftfahrzeug aktiv per Radar beobachtet. Nichtradarvectore können in Gebieten mit schwächerem Verkehrsaufkommen allein anhand von Funkpositionsmeldungen erteilt werden, sind aber weniger präzise. Verfahrensvectore in abgelegenen Gegenden geben allgemeine Anleitung ohne Überwachung. Die Wirksamkeit eines Vectors hängt von der Leistung des Luftfahrzeugs (Steigrate, Wendekreis, Geschwindigkeitsfähigkeit), vom Wetter und von der Einhaltung durch die Besatzung ab. Langsame Luftfahrzeuge oder solche an ihren Flughöhengrenzen können möglicherweise eine enge Vectorfolge nicht akzeptieren.

Wartungstechniker interagieren selten direkt mit Vectoren, aber sie warten die Systeme, die Vectoring überhaupt möglich und sicher machen: das Kursinstrument, die Autopilot-Servos, die Höhenhaltungsmechanismen und die Funksysteme, die ATC-Anweisungen übertragen. Ausfälle bei der Autopilot-Modusankopplung oder bei der Kursreferenz führen zu Vectoren, die nicht genau geflogen werden können, was zu Betriebsverzögerungen und Sicherheitsbedenken führt. Der Begriff selbst stammt aus der Mathematik, wobei ein Vector jede Größe mit sowohl Betrag (Flughöhe) als auch Richtung (Kurs) ist.

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