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Bergbau und Gewinnung

Tuffite

Englisch: tuffite

Ein Gestein, das überwiegend aber nicht ausschließlich aus Pyroklastika besteht.

Tuffite: Pyroklastisches Gestein, das nicht ganz reines Tuff ist

Tuffite ist ein pyroklastisches Gestein, bei dem vulkanische Fragmente die Zusammensetzung dominieren, aber auch einen erheblichen Anteil an nicht-vulkanischem Material enthalten: Chert, Kalkstein, klastische Sedimente oder andere Detritusminerale. Es nimmt die Mitte zwischen reinem Tuff (das nach den meisten Definitionen mindestens 75 Prozent pyroklastisches Material enthält) und gewöhnlichen Sedimentgesteinen ein. Der Begriff würdigt die Tatsache, dass in vielen Bergbaugebieten und stratigrafischen Abfolgen pyroklastische Ablagerungen selten unverfälscht sind; sie sammeln sich in Becken und Flusssystemen an, wo die Hintergrund-Sedimentation parallel zu explosivem Vulkanismus abläuft.

Tuffite bilden sich, wenn Luftfall- oder pyroklastische Stromablagerungen durch Wasser umgearbeitet oder mit konventionellen klastischen Sedimenten verschichtet werden. Eine Schicht feiner vulkanischer Asche, die in einen flachen See fällt, kann mit Schluff und Sand wechselgelagert sein; das entstehende Gestein enthält sowohl Bimssteinfragmente als auch Quarzkörnchen aus fluvialer Quelle. Ebenso kann ein pyroklastischer Strom sein Material über eine Landschaft verteilen, die bereits gewöhnliche Detrituszufuhr durch Erosion erhält. Der Anteil jeder Komponente variiert innerhalb einzelner Tuffite-Bänke und erzeugt visuelle und strukturelle Bänderung, die Tuffite von homogenem Tuff unterscheidet.

Erkennung und Vorkommen im Bergbau

Bei der Bohrkernansprache und Feldkartierung wird Tuffite an seiner gemischten Mineralogie und Herkunft erkannt: man sieht vulkanische Glassplitter, Feldspat-Phänokristen und Bimssteine neben nicht-vulkanischem Quarz, Feldspat aus granitischen Quellen oder sedimentären Lithikfragmenten. Röntgenfluoreszenz und Mikroskopie bestätigen den dualen Charakter. Tuffite beherbergen häufig epitermale Edelmetalllagerstätten, weil die Mischung aus vulkanischem und klastischem Material günstige Alterationsmuster und Permeabilitätskontraste schaffen kann. Sie dienen auch als stratigrafische Marker, weil ihre chemische Zusammensetzung auf spezifische Calderen oder vulkanische Ereignisse hin fingerabdruckbar ist.

Die Nomenklatur bei Tuffite spiegelt seinen hybriden Charakter wider: Geologen können ihn weiter spezifizieren als Bimstuffite, Feldspat-Tuffite oder siliziklastische Tuffite, je nach dominanter nicht-pyroklastischer Phase. Das Suffix -it signalisiert einen Gesteintyp; die Wurzel Tuff stammt vom italienischen tufo, das selbst vom lateinischen tofus entlehnt ist. Der Zusatz Tuffite (statt das Material einfach als tuffhaltiger Sandstein oder Schluffstein zu bezeichnen) unterstreicht, dass pyroklastisches Material die primäre Komponente bleibt und dass die vulkanische Geschichte die vorherrschende Kontrolle auf die Gesteinscharakterisierung ausübt.

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