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Industrieelektronik

Voiceband

Englisch: voiceband

Der Frequenzbereich, der typischerweise für Menschen hörbar ist, etwa von 20 Hz bis 20 kHz.

Voiceband: Die Audiofrequenzen, die in der Telefonie am meisten zählen

Voiceband bezeichnet den Frequenzbereich, der für die Übertragung menschlicher Sprache optimiert ist, typischerweise 300 Hz bis 3400 Hz in Telekommunikationssystemen. Dies ist schmäler als das vollständige hörbares Spektrum (20 Hz bis 20 kHz) und wurde als praktischer Standard etabliert, weil Sprachverständlichkeit nur diese Teilmenge von Frequenzen erfordert. Die oberen und unteren Grenzen existieren, weil Konsonanten und Vokale ihre akustische Energie innerhalb dieser Grenzen konzentrieren, und Frequenzen außerhalb dieses Bereichs tragen wenig zur Spracherkennung bei und verbrauchen wertvollen Übertragungsbandbreite.

In alten analogen Telefonnetzwerken wurde Voiceband zum Design-Standard für die gesamte Infrastruktur. Kupferdrehpaarader, Schaltbretter und frühe Telefonvermittlungen wurden optimiert, um nur Voiceband-Frequenzen mit minimaler Verzerrung zu übertragen. Diese Einschränkung war wirtschaftlich sinnvoll: Eine geringere Bandbreite bedeutete, dass mehr Gespräche über ein einziges Kabelpaket übertragen konnten. Frequenzen unter 300 Hz wurden herausgefiltert, weil Stromnetz-Brummen (50 oder 60 Hz) und seine Oberwellen Störungen verursachten; Frequenzen über 3400 Hz wurden reduziert, weil sie weniger Sprachinformation enthielten und höhere Dämpfung über lange Strecken einführten.

Voiceband-Modems und digitale Kompression

Als analoge Telefonleitungen zum Medium für Computerdatenübertragung wurden, wurden Modems entwickelt, um innerhalb der Voiceband-Einschränkung zu arbeiten. Eine Sprach-Grade-Analogleitung unterstützte theoretisch bis zu 56 kbit/s unter idealen Bedingungen (die Shannon-Grenze für ein Signal-Rausch-Verhältnis, das für Telefonschaltungen typisch ist), was die Entwicklung von V.90 und früheren Modem-Standards antrieb. Moderne Voice-over-Internet-Protocol-(VoIP-)Codecs wie G.711, G.729 und Opus komprimieren Sprache ähnlich, indem sie Frequenzen außerhalb des Voiceband entfernen und Bitraten von 8 kbit/s bis 64 kbit/s erreichen.

Voiceband-Filterung bleibt weltweit in der Telefoninfrastruktur eingebettet, auch in digitalen Netzwerken. Analoge Telefoninitschnittstellenkarten in PBX-Systemen enthalten Voiceband-Filter, um zu verhindern, dass außerhalb des Bandes liegende Signalisierungsfrequenzen die Anrufqualität beeinträchtigen. Wenn ältere Systeme mit Breitband- oder Mobilfunknetzen verbunden werden, muss Gateway-Ausrüstung Voiceband-Signale extrahieren und neu kodieren, um sie über moderne Paketprotokolle zu übertragen.

Der Begriff spiegelt historischen Zufall ebenso wie Physik wider. Transatlantische Unterseekabel aus den 1950er Jahren verwendeten Frequenzmultiplexing, um mehrere Voiceband-Kanäle auf einem einzigen Kupferrohraarpaar zu stapeln; 12 Kanäle belegten insgesamt 48 bis 64 kHz. Diese Architektur wurde so fest verankert, dass Voiceband als impliziter Standard in Telefoniespezifikationen, Regelwerksstandards und Gerätedesign bestehen bleibt, obwohl digitale Systeme dies nicht mehr erfordern.

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