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Bauwesen

Hohlraum

Englisch: void

Ein leerer Raum zwischen Geschossen oder Wänden, einschließlich falscher Abtrennungen und geplanter Abstände zwischen einem Gebäude und seiner Fassade.

Hohlraum: Leerer Platz, der absichtlich in eine Konstruktion eingebaut wird

Ein Hohlraum ist eine Kavität oder ein Spalt, der während der Konstruktion bewusst leer gelassen wird und zwischen tragenden Elementen wie Decken, Wänden oder zwischen der Gebäudehülle und ihrer äußeren Schicht sitzt. Anders als unbeabsichtigte Hohlräume durch schlechte Verarbeitung sind diese geplante Bestandteile, die spezifische Funktionen erfüllen: Leitungsführung, Bewegungsaufnahme, Gewichtsreduktion oder thermische Leistungsoptimierung. Hohlräume reichen von kleinen Spalten mit wenigen Zentimetern Breite bis zu massiven, mehrgeschossigen Kavitäten.

Der häufigste Typ ist der Deckenhohlraum, ein horizontaler Spalt zwischen der tragenden Deckenplatte und der fertigen Bodenoberfläche, normalerweise 150 mm bis 300 mm tief. Dieser Raum nimmt elektrische Leitungskanäle, Wasserleitungen, Gasleitungen und Lüftungskanäle auf und macht sie zugänglich, ohne die fertige Bodenoberfläche aufzureißen. Ähnlich nutzen Hohlschichten einen Spalt zwischen einem äußeren Ziegelstein- oder Steinbelag und einer inneren Betonblock- oder Holzrahmenkonstruktion, normalerweise 50 mm bis 100 mm, um thermische Isolierung und einen Drainageweg für Wassereintritt zu bieten. Der Spalt zwischen dem tragenden Rahmen eines Gebäudes und seiner Vorhangfassade oder Verkleidung dient als Leitungshohlraum für seismische Bewegungen und thermische Ausdehnungen.

Hohlräume müssen sorgfältig geplant und konstruktiv durchgebildet werden, da sie verborgene Räume schaffen, in denen sich Probleme ungesehen ansammeln. Wasser kann sich in horizontalen Hohlräumen ansammeln, wenn die Gefälle oder Drainage unzureichend sind. Tote Lufttaschen in schlecht abgedichteten Hohlräumen reduzieren die Isolationswirksamkeit. Leitungsstau kann den Zugang zur Wartung blockieren. Vertikale Hohlräume stellen auch ein Brandrisiko dar, wenn sie als Kamine für Flammen- und Rauchausbreitung fungieren, es sei denn, sie sind auf jeder Ebene ordnungsgemäß brandschutztechnisch unterbrochen.

Der Begriff erstreckt sich manchmal auf größere absichtliche Spalten in Hochhäusern, wie Dehnungsfugen oder seismische Trennhohlräume, die es verschiedenen Teilen eines Gebäudes ermöglichen, sich unabhängig zu bewegen, ohne strukturelle Kollisionen zu verursachen. In der Fertigteilbauweise aus Stahlbeton werden Hohlräume manchmal in die Bauteile selbst eingebracht, entweder um Gewicht zu sparen oder um Leitungswege zu schaffen. Diese müssen während des Transports geschützt und vor der Montage sorgfältig auf Betonmängel überprüft werden.

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