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Landtechnik

Worfeln

Englisch: winnow

Körniges Material, besonders Getreide, einem Luftstrom aussetzen, um die schwereren und leichteren Bestandteile wie Körner und Spreu zu trennen.

Worfeln: Körner von Spreu durch Luftstrom trennen

Beim Worfeln wird leichter Schmutz aus geernteten Körnern entfernt, indem man das Gemisch in die Luft wirft und Wind oder einen künstlichen Luftstrom die Spreu, den Staub und zerbrochenes Material davontragen lässt, während schwerere Körner zurückfallen. Dies ist einer der ältesten und zuverlässigsten Reinigungsvorgänge beim Getreide, unverzichtbar nach dem Dreschen und vor dem Mahlen oder Lagern.

Das Prinzip beruht auf der Fallgeschwindigkeit: Ein Getreidekorn von 50 bis 100 Milligramm fällt viel schneller als ein Spreustück von 1 bis 10 Milligramm. Beim traditionellen Worfeln wirft ein Arbeiter Körner aus einem Korb in eine Brise; die Spreu treibt davon, während das Getreide zu Füßen des Arbeiters landet. Industrielle Worfler erzeugen mit einem Ventilator oder einer Luftsäule einen gleichmäßigen Luftstrom und führen das Getreide durch eine Reihe von Sieben oder fallende Körnerströme. Einige Maschinen verbinden den Worfler mit einem Drescher und liefern gereinigte Körner in einem Arbeitsgang. Andere sind Einzelgeräte, die bereits gedroschenes Material verarbeiten.

Ausführungsarten und Grenzen

Das Getreide muss einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 14 Prozent oder darunter haben, sonst klebt die Spreu an den Körnern und widersteht der Trennung. Langes dünnes Material wie Stroh bläst leichter davon als kurze Spreu oder Erdbrocken; Steine und Klumpen lassen sich nur durch Luft nicht trennen und benötigen Siebe oder Schwerkrafttische dahinter. Sehr kleine Körner wie Hirse oder Sesam erfordern sorgfältige Einstellung der Luftgeschwindigkeit, um zu viel Worfeln und Ernteverluste zu vermeiden.

Moderne Mähdrescher worfeln als Teil ihres Reinigungssystems mit Luftkanälen und Sieben zusammen. Saatgutaufbereiter und Mühlen setzen oft mehrstufige Worfler mit einstellbaren Ventilatoren ein, um verschiedene Getreidesorten zu handhaben. Der Ausdruck stammt aus dem Altenglischen und ist verwandt mit Wörtern für Wind; die physische Handlung des Kornwerfens ahmt sichtbar immer noch die sortierende Wirkung des Windes nach.

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