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Landtechnik

Marktklasse

Englisch: market class

Eine Ware, üblicherweise landwirtschaftlichen Ursprungs, die Teil einer größeren Kategorie ist. Produkte derselben Marktklasse haben ähnliche Eigenschaften, werden unter ähnlichen Bedingungen erzeugt und unter ähnlichen Kauf- und Verkaufsbedingungen gehandelt.

Handelsklasse: die Sorte, die bestimmt, wo Getreide verkauft wird

Eine Handelsklasse ist eine standardisierte Gruppierung innerhalb eines Rohstoffs, die Produkte mit übereinstimmenden physikalischen Eigenschaften, Herstellungsverfahren und Handelsbedingungen kennzeichnet. Auf Getreide- und Hülsenfrüchtemärkten ist dies die Grundlage, damit Käufer und Verkäufer vom gleichen Produkt sprechen. Weizen wird zum Beispiel in Klassen wie Hart-Winterweizen, Weich-Weizen und Hartweizen unterteilt, jede mit unterschiedlichen Proteingehalten, Mahlverhalten und Verwendungszwecken. Diese Unterschiede sind erheblich: ein Bäcker und ein Teigwarenhersteller brauchen unterschiedliche Weizensorten, und der Markt berücksichtigt dies durch separate Preisbildung und Qualitätsstandards.

Die Handelsklasse wird durch messbare Merkmale bestimmt. Beim Weizen gehören dazu Kernhärte, Farbe, Proteingehalt und Fallzahl (ein Maß für die Enzymaktivität). Bei Rindern sind es Alter, Geschlecht und Schlachtkörpergewicht. Bei Mais unterscheidet man zwischen Körnermaiseintritt und Kolbenmaisernte sowie Feuchtigkeitsgehalt bei der Ernte. Diese Eigenschaften sind nicht willkürlich; sie sagen aus, wie sich das Produkt bei der Verarbeitung verhält. Ein Scheffel Weich-Weizen mahlt sich nicht gleich wie Hart-Frühjahrsweizen, daher würde die Vermischung auf dem gleichen Markt die Preissignale zerstören.

Handelsklasse versus Sorte

Handelsklasse und Sorte werden häufig verwechselt. Klasse kennzeichnet, was das Produkt ist; Sorte zeigt, wie gut es dem Standard für diese Klasse entspricht. Ein Scheffel Qualität 2 Hart-Winterweizen gehört in die Klasse Hart-Winterweizen, und Qualität 2 ist seine Sorte (das spiegelt Mängel, Fremdmaterial oder Beschädigungen wider). Man muss zuerst eine Handelsklasse bestimmen und dann eine Sorte innerhalb dieser Klasse vergeben.

Handelsklassen existieren, weil sie die Preisfindung und Vertragsgestaltung vereinfachen. Wenn ein Getreidespeicher sein Gebot aufgibt, notiert es separate Preise für unterschiedliche Weizensorten. Landwirte wissen, welche Klasse sie liefern. Mühlen können die genaue Klasse kaufen, die sie brauchen. Futures-Kontrakte werden auf bestimmte Klassen geschrieben, so dass die Absicherung funktioniert. Ohne diese Systematik würde jede Transaktion eine maßgeschneiderte Verhandlung der Spezifikationen erfordern.

Regionale Produktion und behördliche Rahmenbedingungen prägen die Handelsklassen. Das USDA legt offizielle Klassen für wichtige Rohstoffe in den USA fest. International können verschiedene Länder unterschiedliche Klassen anerkennen oder unterschiedliche Bezeichnungen für dasselbe Produkt verwenden. Ein Käufer, der Getreide importiert, muss überprüfen, welche Handelsklasse der Verkäufer anbietet, denn allein die Bezeichnung "Weizen" bedeutet in einem Vertrag nichts.

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