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Elektrotechnik

WNP

Initialism für Wireless Number Portability.

WNP: Rufnummernportierung zwischen Mobilfunkanbietern

Wireless Number Portability (WNP) ist das technische und regulatorische Rahmenwerk, das es einem Kunden ermöglicht, den Mobilfunkanbieter zu wechseln und dabei seine bestehende Telefonnummer zu behalten. Bei der Portierung koordiniert der aufnehmende Anbieter mit dem abgebenden Anbieter die Übertragung der Serviceautorität für diese Nummer auf seine Netzinfrastruktur. Die eigentliche Telefonnummer, ihre Abrechnungsdaten und ihre Routinginformationen werden alle innerhalb eines festgelegten Zeitfensters übertragen, typischerweise 24 bis 48 Stunden. Diese Möglichkeit existiert in den meisten entwickelten Telekommunikationsmärkten und wird von nationalen Regulierungsbehörden als Wettbewerbssicherung vorgeschrieben.

Die Mechanik von WNP umfasst mehrere Backend-Systeme, die selten in kundenorientierten Dokumentationen auftauchen. Der aufnehmende Anbieter muss eine Portierungsanfrage über eine nationale Clearingstelle oder vergleichbare Datenbank einreichen, wie die Local Number Portability (LNP) Infrastruktur in Nordamerika. Der abgebende Anbieter validiert dann die Anfrage und bestätigt die Kontodaten. Während des Portierungszeitfensters wird die Nummer in der nationalen Routing-Datenbank als ausstehend markiert. Nach Abschluss der Portierung wird der HLR-Eintrag (Home Location Register) der Nummer im Netz des neuen Anbieters aktiviert, und die nationalen Vermittlungstabellen werden aktualisiert, sodass Anrufe und SMS zu dieser Nummer zum Netzwerk des neuen Anbieters und nicht zum alten geroutet werden.

Portierungsintervalle und technische Risiken

WNP-Vorgänge verursachen echte Ausfallzeitfenster. Serviceunterbrechungen während einer Portierung können je nach Systemen der Anbieter und Vollständigkeit der Anfrage von Minuten bis zu mehreren Stunden andauern. Sprachanrufe können fehlschlagen oder zur Voicemail geroutet werden; SMS können verzögert oder vollständig verloren gehen. Einige Anbieter implementieren einen kurzen Serviceausfall absichtlich, um Dual-Routing zu vermeiden, bei dem die Nummer gleichzeitig in beiden Netzen klingelt. Dies wird vermieden, da es die Sprachqualität verschlechtert und Abrechnungsdispute verursacht. Das Risiko eines permanenten Routingausfalls besteht, wenn der abgebende Anbieter die Nummer nicht ordnungsgemäß aus seinem HLR freigeben sollte, bevor der neue Anbieter sie aktiviert, was eine manuelle Abstimmung in der Clearingstelle erfordert.

WNP gilt für Mobilfunknummern (was Kunden erwarten), deckt aber Festnetznummern in den meisten Jurisdiktionen nicht ab, die das separate Local Number Portability (LNP) System verwenden. Einige Märkte unterscheiden zwischen vollständiger und teilweiser Portierbarkeit, wobei bestimmte Servicefunktionen, die an das ursprüngliche Carriernetz gebunden sind, wie proprietäre Tarife oder Bundled Services, nicht migrieren können. Geschäftsnummern und gebührenfreie Nummern haben ihre eigenen separaten Portierungsvorgänge und längere Umschaltungszeitfenster.

Der Begriff wird hauptsächlich in Regulierungsanmeldungen, bei Carrier-Engineering-Teams und in rechtlichen Vereinbarungen verwendet. Ein Endbenutzer hört das Akronym selten; er fragt einfach, ob er seine Nummer mitnehmen kann, wenn er wechselt. Allerdings ist es das zugrunde liegende System, das diese Erwartung möglich macht, und die Netzwerkarchitekten der Carrier müssen WNP-Volumen als Teil der Netzkapazitätsplanung und Kundenabwanderungsprognose einplanen.

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