WOF
Initialism für Width of Fabric.
WOF: die nutzbbare Breite von Stoff ab dem Webstuhl
Die Stoffbreite oder WOF ist das Maß, das senkrecht zur Kante gemessen wird, von einer fertigen Kante zur anderen über eine Rolle oder einen Ballen aus gewebtem oder gestricktem Material. Sie ist die praktische Arbeitsbareite für Zuschnitt und Verarbeitung und bestimmt unmittelbar, wie Schnittteile verschachtelt und zugeschnitten werden können. Bei gegebenem Fasergehalt und Gewicht wird die WOF durch den Webstuhl oder die Strickmaschine bestimmt, die den Stoff hergestellt hat.
Standardwerte für die WOF variieren nach Stoffart und Verwendung. Baumwolldrucke für Patchwork kommen typisch in 44 bis 45 Zoll; Polsterstoffe reichen von 54 bis 60 Zoll; Maschenware für Bekleidung läuft oft bei 58 bis 70 Zoll; Industriegewebe und Bänder können 36 bis 72 Zoll oder breiter sein. Europäische Webereien geben die WOF oft in Zentimetern an, 140 bis 150 cm sind bei Kleiderstoffen üblich. Jede Rolle oder jeder Ballen ist mit seiner WOF gekennzeichnet, damit der Zuscheider weiß, wie viel Meter linear notwendig sind, um ein gegebenes Zuschnitts-Lay zu ermöglichen.
Die Kante, die fest verarbeitete Kante, die parallel zur Kette läuft, wird von der WOF ausgeschlossen. Mancher Stoff ist mit Kante auf beiden Seiten verarbeitet; andere haben Kante nur auf einer Seite. Die Kante selbst ist typisch 0,5 bis 1 Zoll breit und muss vor Verarbeitung abgetrennt oder umgeklappt werden. Wenn eine Schnittangabe 60 Zoll nutzbarer Breite verlangt, muss die Rollenbreite zwischen den Kanten mindestens dieses Maß erreichen.
Bedeutung für Ausbeute und Kosten
Die WOF ist für die Fertigungswirtschaft kritisch. Ein Zuschnitts-Lay für ein Kleidungsstück wird auf eine bestimmte WOF berechnet; misst der tatsächliche Stoff schmäler, können Teile nicht wie geplant verschachtelt werden, der Verschnitt wächst, und mehr Meter müssen für eine Produktion bestellt werden. Umgekehrt ist Stoff, der breiter ankommt als spezifiziert, ein Vorteil, könnte aber neue Lay-Designs erfordern, um das Potenzial zu nutzen. In der Auftragsfertigung entstehen manchmal Disputes darüber, ob die gelieferten Waren die angegebene WOF erfüllen.Schrumpfung während der Veredelung kann die WOF reduzieren, besonders bei Naturfasern. Eine Weberei kann Stoff breiter weben und kalkuliert, dass heißes Wasser und Wärmeverarbeitung diesen anziehen. Die WOF wird deshalb immer nach der Veredelung gemessen, nicht vom Webstuhl. Technische Datenblätter und Kaufaufträge sollten immer die WOF der veredelten Ware angeben, nicht den Webstuhl-Zustand.