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Elektrotechnik

Zepp-Antenne

Englisch: Zepp antenna

Horizontale Antenne, die an einem Ende über eine zweidrahtige Übertragungsleitung gespeist wird.

Zepp-Antenne: speisepunktgespeiste Drahtantenne für Luftfahrt und tragbare Anwendungen

Eine Zepp-Antenne ist eine horizontale Drahtantenne, typischerweise eine halbe Wellenlänge lang, die an einem Ende durch eine Zweidrahtleitung (auch Zeppelin-Speiseleitung oder offene Leitung genannt) gespeist wird. Die Antenne selbst ist ein einfacher Leiter, oft Kupferlitze oder Aluminiumdraht zwischen 0,5 und 2 mm Durchmesser, aufgehängt zwischen Masten oder Stützen. Der Strom tritt nur an einem Ende ein und erzeugt eine spannungsgespeiste Anordnung, die sich grundlegend von der mittelpunktgespeisten Dipolantenne unterscheidet, die häufiger bei stationären Installationen verwendet wird.

Der Name stammt von ihrer Verwendung auf starren Luftschiffen, besonders auf deutschen Zeppelinen, wo der Antennendraht entlang der Außenseite der Hülle verlief. An Bord eines Flugzeugs ermöglichte die speisepunktgespeiste Struktur der Zepp eine flexible Positionierung entlang des Rumpfes oder zwischen Flügelstreben ohne die Notwendigkeit einer mittigen Isolierung. Die Zweidrahtleitung verläuft im Inneren des Flugzeugs oder der Struktur zum Sender oder Empfänger, wobei beide Drähte das gleiche Potential relativ zu Masse haben, was sie für enge Räume und mobile Plattformen praktisch macht.

Das elektrische Verhalten einer Zepp unterscheidet sich von einer mittenpunktgespeisten Dipolantenne, weil der Speisepunkt bei einem Strommaximum liegt und nicht bei einem Spannungsmaximum. Dies erzeugt bei Resonanz eine niedrige Impedanz, typischerweise 50 bis 60 Ohm bei halber Wellenlänge, die gut zu Standard-Koaxialkabeln passt, wenn sie richtig überleitet wird. Bei anderen Längen, besonders um 5/8 Wellenlänge, zeigt die Zepp höhere Strahlungswiderstände und Gewinn. Die Antenne hat eine starke Nullstelle senkrecht zu ihrer Länge, was sie in der Ebene des Drahtes richtungsabhängig macht.

Häufige Varianten und praktische Anwendung

Marine und Militärflugzeuge bevorzugten speisepunktgespeiste Varianten über Jahrzehnte hinweg. Seefunkstationen nutzten lange Zepp-Antennen für Mittelwellen- und Kurzwellenkommunikation. Funkamateuren bauten einfache Zepp-Antennen mit Ersatzdraht und symmetrischen Speisern, besonders in der Nachkriegszeit. Eine klassische Amateurfunkkonfiguration bestand aus 34 Fuß Draht (Viertelwellenlänge bei 3,5 MHz), speisepunktgespeist, was Abstrahlung in flachen Winkeln für Fernverbindungen erzeugte. Die offene Speiseleitung selbst strahlt ab, daher sind ihre Verlegung und Länge wichtig; ihre senkrechte Verlegung zur Antenne minimiert Asymmetrien.

Die Zepp verlor an Gunst, als Koaxialkabel allgegenwärtig wurden und mittenpunktgespeiste Bauweisen sich als einfacher anzupassen und zu installieren erwiesen. Allerdings verwenden Anhänger symmetrischer Speisung und solche, die mit hochohmigen Speiseleitung arbeiten, immer noch Zepp-Geometrie, da sie keinen Balun-Übertrager am Speisepunkt benötigt. Die Antenne bleibt häufig in der Funkpeilausbildung anzutreffen, wo ihre speisepunktgespeiste Struktur das mechanische Design in engen Räumen vereinfacht. Moderne Varianten mit Spreizdrahteitung treten in Mehrband-Amateurfunksystemen auf, wo ihre Frequenzunabhängigkeit über mehrere Bänder hinweg praktische Vorteile gegenüber gestimmten Resonatoren bietet.

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