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Messtechnik und Prüfung

Zettahertz

Englisch: zettahertz

SI-Einheit der Frequenz, gleich 10²¹ Hertz.

Zettahertz: eine Quintillion Zyklen pro Sekunde

Ein Zettahertz (ZHz) ist eine Frequenzeinheit, die 1021 Hertz darstellt, also eine Quintillion vollständige Zyklen, die in einer Sekunde auftreten. Sie befindet sich an der Spitze der SI-Präfix-Hierarchie, die derzeit in der praktischen Metrologie verwendet wird: Zetta folgt auf Yotta in der Standardreihenfolge, wobei Yottahertz (1024 Hz) aber nahezu vollständig theoretisch bleibt. Ein Zettahertz drückt Schwingungsraten aus, die weit jenseits aller elektromagnetischen Phänomene oder Teilchenverhaltensweisen liegen, die Messequipment direkt messen oder erzeugen kann.

Der Zettahertz gelangt in die Metrologie-Fachdiskussion hauptsächlich durch theoretische Physik und Spektroskopie-Diskussionen, nicht durch alltägliche Kalibrierarbeiten. Um das einzuordnen: sichtbares Licht oszilliert im Petahertz-Bereich (1015 Hz), Gammastrahlung dringt ins Exahertz-Gebiet vor (1018 Hz), und selbst die höchstenergetischen kosmischen Strahlen entsprechen Frequenzen im Yottahertz-Bereich. Eine Zettahertz-Frequenz würde einer Wellenlänge entsprechen, die kleiner ist als jedes bekannte Teilchen, was sie mit aktueller Messtechnik physikalisch unzugänglich macht.

Das Zettahertz-Präfix wurde 1991 vom Internationalen Büro für Maß und Gewicht (BIPM) förmlich als Teil der SI-System-Erweiterung eingeführt, zusammen mit Yotta und den kleineren Präfixen Yocto und Zepto. Seine Existenz in der offiziellen Metrologie-Terminologie gewährleistet eine vollständige und konsistente Benennungsstruktur, auch wenn praktische Anwendung weiterhin vernachlässigbar bleibt. Metrologen und Instrumentenhersteller sind mit der vollständigen Präfix-Kette vertraut, um sprachliche Konsistenz zu bewahren und die theoretischen Grenzen der Messtechnik anzuerkennen.

In der Laborpraxis werden Sie den Begriff selten oder nie in aktuellem Messbericht antreffen. Frequenznormale im Kalibrierbereich funktionieren typisch im Gigahertz- bis Terahertz-Bereich. Der Zettahertz dient stattdessen als Grenzmarker im SI-System und definiert die obere Grenze dessen, was Physiker konzeptionell als Frequenz verstehen, auch wenn direkte Beobachtung oder Erzeugung mit bekannter Technologie unmöglich bleibt.

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