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Hellbox: Ein Drucker-Abfallbehälter mit dunkler Poesie

Für den Rest von uns ist die Hölle ein theologisches Konzept. Für einen Drucker ist sie ein buchstäblicher Behälter, in den kaputtes Bleitypen-Material geht, um zu sterben.

In der Alltagssprache gehört die Hölle zur Religion und zum Aberglauben. Sie ist die Unterwelt, der Ort der Strafe, das Gegenteil des Himmels. Aber in der Druckerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts war hell etwas, das man über den Boden treten konnte. Eine Hellbox war ein Behälter, meist aus Holz oder Metall, in den der Drucker kaputte oder abgenutzte sorts warf: einzelne Stücke gegossenes Bleitypen-Material, das verbogen, gerissen, gesplittert oder sonst unbrauchbar zum Setzen einer Seite geworden war.

Der technische Zweck war einfach das Recycling. Bleitypen nutzen sich durch wiederholte Abdrücke gegen Papier und Walze ab. Typen fallen runter und beschädigen sich. Kaputte Zeichen lassen sich nicht präzise setzen; sie halten nicht fest in der Form, oder drucken ungleich, oder schlimmer noch, sie beschädigen die Druckmaschine selbst. Anstatt diese Stücke zurück in den Satz zu sortieren, warf der Drucker sie einfach in die Hellbox. Später, wenn die Box voll war, wurde das Bleitypen-Material geschmolzen und zu neuen sorts gegossen, womit der Kreislauf geschlossen war.

Der Name ist ein Wortspiel auf Verdammnis. In der christlichen Tradition ist die Hölle der Ort, an den die Verdammten geworfen werden. In der Druckerei werden beschädigte sorts in die Hellbox geworfen. Die Metapher gefiel Druckern, weil ihre tägliche Arbeit von religiöser Sprache durchdrungen war: sorts selbst stammen vom lateinischen sortire, was bedeutet, durch das Schicksal zu verteilen oder zuzuteilen. Ein font trug die Bedeutung einer Quelle oder eines Ursprungs. Der Akt des casting type verband das physische Metall mit dem theologischen Konzept, die Bösen auszustoßen. Die Hellbox machte diese Sprache buchstäblich, einen Witz verdunkelt durch echtes Metall und echten Verschleiß.

Andere Handwerke haben den Begriff verwendet, allerdings selten mit derselben Präzision. In der allgemeinen Buch- und Papierverarbeitung konnte jeder Behälter für verdorbenes oder abgelehntes Material Hellbox genannt werden, aber der Begriff setzte sich außerhalb der Druckerei nie wirklich fest. Der Buchdruck mit beweglichen Lettern ist heute fast ausgestorben, und die Hellbox mit ihm. Was bleibt, ist ein Abfallbehälter mit einem Namen, der die Metapher der Verdammnis in sich trug, innerhalb eines Handwerks, das Sprache, heilig und weltlich, täglich in Metall verwandelte.

The dictionary entry

hellbox (noun, industrial printing)
A receptacle where cast metal sorts were thrown after printing.

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