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Crossovers

Knockoff: Vom Fake zum Stoff

Für die meisten bedeutet das Wort Fälschung, aber in der Strickerei ist es der mechanische Finger, der fertige Maschen von den Nadeln nimmt.

Für die meisten von uns ist ein knockoff eine billige Imitation: eine knockoff Handtasche, eine knockoff Designeruhr. Das Wort vermittelt den Eindruck von etwas Minderwertigem, das zum Täuschen hergestellt wurde, eine Kopie, die schnell gefertigt wird, um vom Ruf einer echten Marke zu profitieren.

In der Textilproduktion ist ein knockoff nichts Derartiges. Es ist ein Präzisions-Bauteil, das auf einer Strickmaschine montiert ist, typischerweise ein Metallfinger oder eine Klinge, die knapp unter den arbeitenden Nadeln sitzt. Wenn die Maschine läuft, greift der knockoff die fertigen Maschenbögen und zieht sie auf kontrollierte Weise von den Nadeln ab. Ohne ihn würden fertige Maschen auf den Nadelschäften hängen bleiben und die Maschine würde steckenbleiben. Der knockoff ist unverzichtbare mechanische Arbeit, überhaupt keine Fälschung.

Das Bauteil erhält seinen Namen vom Verb: knockoff bedeutet, etwas zu entfernen oder zu lösen. In der Strickerei ist das wörtlich gemeint. Der knockoff löst die Masche von der Nadel. Die Metapher ist direkt und ehrlich. Sie beschreibt die Aktion, nichts weiter.

Irgendwann im zwanzigsten Jahrhundert bekam knockoff die Slang-Bedeutung von Fälschungswaren. Die Theorie besagt, dass solche Waren schnell hergestellt wurden, hastig gefertigt, um legitime Produkte zu unterbieten. Der bereits im Betrieb gebräuchliche Fachbegriff könnte die Sprache für diese abwertende Bezeichnung geliefert haben, oder beide Bedeutungen sind unabhängig entstanden. In jedem Fall bleibt der knockoff der Strickmaschine ein funktionierendes Bauteil, unberührt von dem Ruf, den das Wort anderswo bekam.

The dictionary entry

knockoff (noun, textile production)
A device in a knitting machine to remove loops from the needles.

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