Plug: Vom Holzdübel zum Elektrostecker
Im alltäglichen Sprachgebrauch ist ein Plug etwas, das ein Loch verschließt oder ein Produkt bewirbt. Im Handwerk ist es ein Holzstück, das in Mauerwerk getrieben wird, um einen Nagel zu halten.
Für die meisten Menschen ist ein Plug entweder etwas, das eine Öffnung verschließt, wie ein Korken in einer Flasche, oder eine Werbemaßnahme, wie eine Erwähnung im Radio. Beide Bedeutungen beziehen sich darauf, eine Lücke zu füllen oder etwas in die Aufmerksamkeit zu rücken. Das Wort stammt wahrscheinlich von einem alten niederländischen Begriff für einen Pflock oder Stöpsel.
Im Bauwesen ist ein Plug ein Holzblock, der in ein Loch im Mauerwerk, Stein oder Beton getrieben wird. Der Maurer bohrt oder meißelt eine Vertiefung ins Mauerwerk, treibt dann ein Stück Holz, üblicherweise Weichholz wie Kiefer, in die Öffnung und lässt es bündig mit der Oberfläche enden. Ist der Plug fest sitzt, kann ein Zimmerer oder Handwerker Nägel oder Schrauben hindurchschlagen. Die Holzfasern greifen den Nagel und halten ihn fest, während derselbe Befestiger auf hartem Mauerwerk einfach abprallen oder sich lösen würde.
Der Plug dient als Anker in Materialien, die Befestigungsmittel nicht allein halten können. Mauerwerk ist zu spröde und uneben; Beton zu dicht und monolithisch. Der Plug schafft ein nachgiebiges Medium, in dem ein Nagel Halt findet. Bei schweren Lasten oder festen Installationen kann der Zimmerer eine Plugwand für Regale, Geländer oder Verkleidungen nutzen.
Das moderne Bauwesen nutzt für dieselbe Aufgabe expandierende Dübel, Gewindeeinsätze und chemische Klebstoffe, aber Holzplugs sind noch immer im Einsatz, besonders bei Renovierungsarbeiten an älteren Gebäuden und in Kontexten, wo traditionelle Methoden bevorzugt oder gefordert werden. Das Prinzip ist unverändert: man schafft eine hölzerne Sollbruchstelle im Mauerwerk, wo Stahlbefestiger Halt finden.
The dictionary entry
plug
(noun, construction)
A block of wood let into a wall to afford a hold for nails.