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Bauwesen

Plugg

Englisch: plug

Ein Holzklotz, der in eine Wand eingelassen wird, um einen Halt für Nägel zu bieten.

Dübel: Holzanker für Befestigungen im Mauerwerk

Ein Dübel ist ein kegelförmiger Holzstab, üblicherweise aus Weichholzresten oder Hartholz gefertigt, der in ein gebohrtes oder gemeißeltes Loch in Ziegeln, Stein oder Mörtel getrieben wird, um eine nagelbare Fläche zu schaffen. Er dient als Zwischenverankerung, wenn Nägel oder Schrauben sonst keinen Halt finden. Der Dübel wird so fest verkeilt, dass er der Ausreißkraft eines getriebenen Nagels widersteht, ist aber weich genug, dass die Nagelspitze sauber eindringen kann, ohne zu spalten.

Ein Standard-Dübel misst etwa 25 bis 38 mm Länge und 12 bis 16 mm Durchmesser und passt in übliche Mauerschlitze oder gebohrte Ziegelmulden. Mauerwerkswände haben nicht die innere Struktur einer Holzrahmenkonstruktion, daher überbrückt ein Dübel die Kluft zwischen hartem, unbarmherzigem Untergrund und Befestiger. Nach dem Einsetzen wird er Teil der Konstruktion und bleibt hinter Gipskarton, Zierleisten oder Verkleidungen unsichtbar. Dübel werden üblicherweise etwas überstehend belassen, um nach dem Festtreiben des Nagels bündig abgearbeitet zu werden.

Varianten und Materialien

Holzdübel sind weiterhin die traditionelle Wahl bei Sanierungsarbeiten und historischen Mauerbauwerken. Kunststoff-Spreizdübel folgen zwar dem gleichen Prinzip, nutzen aber andere Verankerungsmechaniken und haben Holzdübel beim Neubau für schwere Lasten weitgehend verdrängt. Jedoch werden Holzdübel bevorzugt, wenn es um traditionelle Optik geht, wenn Vibrationstoleranz erforderlich ist oder wenn der Untergrund zu weich oder krümelig für moderne Spreizdübel ist. Hartholzdübel halten in Luftkalkmörtel besser als in Zementmörtel, da sie dort unregelmäßiger greifen.

Der Dübel muss vor dem Einsetzen trocken sein; feuchtes Holz quellt auf und spaltet den umliegenden Mörtel oder Stein. Wenn die Wand wiederholt belastet oder gerüttelt wird, kann sich das Holz allmählich lockern und der Nagel verliert Halt. Unsachgerechte Montage, besonders wenn der Dübel nicht fest in seinem Loch sitzt, ist eine häufige Ursache für Befestigungsmängel an inneren Trennwänden. In sanierten Gebäuden greifen Dübel in altem Luftkalkmörtel oft besser als in modernem Zementmörtel, weil der Mörtel weicher ist und das Holz vollständiger eindringen kann.

Der Begriff wird in Großbritannien und Europa weiterhin verwendet, obwohl das Handwerk moderne Kunststoff-Hohlraumdübel zunehmend nach Typ benennt statt mit dem generischen Wort Dübel. Auf der Baustelle verschwimmt die Grenze zwischen Holzdübel und kunststofflichem Rawlplug oder ähnlichen Herstellerprodukten in der alltäglichen Sprache, aber das Grundprinzip bleibt erhalten: ein nachgiebiges Zwischenelement im starren Untergrund, das einen Befestiger aufnimmt.

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