Wash: Gold aus Kies, nicht Seife von der Haut
Für alle anderen bedeutet es, mit Wasser zu reinigen. Im Bergbau bedeutet es, Golderz von wertlosem Gestein durch fließendes Wasser zu trennen, als einziges Werkzeug.
Im alltäglichen Sprachgebrauch bedeutet wash, etwas mit Wasser und üblicherweise Seife oder Reinigungsmittel zu reinigen. Man wäscht sich die Hände, wäscht Kleidung, wäscht das Auto. Das Ziel ist, Schmutz oder Flecken zu entfernen. Aber im Bergbau und bei der Rohstoffgewinnung bedeutet wash etwas ganz anderes: ein Trennverfahren, kein Reinigungsverfahren. Das Ziel ist nicht, etwas makellos zu machen, sondern eine Substanz von einer anderen zu trennen, basierend auf Gewicht und Dichte.
In einer Goldmine oder einem Seifenlagerplatz ist wash der Prozess, bei dem Erde und Gesteinsschutt durch fließendes Wasser geleitet werden, um Goldpartikel zu gewinnen. Das leichtere, wertlose Material (genannt washdirt) wird vom Strom fortgetragen. Das schwerere Gold setzt sich am Boden der Sluice oder der Pfanne ab. Ein washeryman, der in einer washery arbeitet, führt diese Aufgabe systematisch durch, Tag für Tag, bei Tonnen von Material. Das Wasser erledigt die Sortierung; menschliches Geschick und Schwerkraft tun den Rest. Keine Chemikalien, keine Hitze, keine Umwandlung. Nur Wasser, das schnell genug fließt, um nach Masse zu sortieren.
Andere Handwerkszweige haben sich das Wort für ihre eigenen Trenn- und Behandlungsprozesse geliehen. Die Textilproduktion nutzt acid-wash, um Stoffe mit Bleiche fleckig zu färben, und einen backrinsing, um Unreinheiten aus gekämmter Wolle abzuspülen. Das sind im Grunde immer noch Trennvorgänge, auch wenn der Mechanismus anders ist. In der Klempnerei ist ein spud washer kein Werkzeug zum Waschen, sondern ein Gummiring, der Verbindungsstellen dämpft und abdichtet und so Fugen vor Beschädigungen schützt. Das Wort ist dort am weitesten abgewandert, vielleicht nur noch bewahrt durch den Klang und die Vorstellung von etwas, das zwischen zwei Teilen sitzt.
Die Bergbaubedeutung ist die älteste und wörtlichste. Wasser war schon immer das billigste und am meisten verfügbare Werkzeug, um loses Gestein von Metall zu trennen. Vor Strom, vor Maschinen, vor Chemie nutzten Bergleute in Bächen und offenen Gruben nichts als Schwerkraft, Wasser und Geduld, um Reichtum aus Schmutz zu gewinnen. Diese ursprüngliche Bedeutung, dieses Bild von Wasser als Trennkraft statt Reinigungskraft, definiert das Wort in der Werkstatt noch heute.
The dictionary entry
wash
(verb, mining and extraction)
To separate valuable material (such as gold) from worthless material by the action of flowing water.