2+1-Straße
Englisch: 2+1 road
Dreispurige Straße mit zwei Spuren in eine Richtung und einer Spur in die andere Richtung.
2+1-Straße: drei Spuren, Verkehr zeitlich getrennt
Eine 2+1-Straße ist eine dreispurige Schnellstraße, bei der zwei Spuren in eine Richtung führen und eine einzelne Spur die Gegenrichtung bedient, wobei die Spuren durch eine Leitplanke oder ein Markierungssystem physisch getrennt sind. Die Asymmetrie ist beabsichtigt: die Hauptverkehrsrichtung erhält zwei Dedizierte Spuren, während der Verkehr in der anderen Richtung dem Gegenverkehr weichen muss oder sich hinter langsameren Fahrzeugen einreiht. Dieses Layout ist auf Regionalstraßen in Skandinavien, Teilen Europas und zunehmend in Nordamerika verbreitet, wo Verkehrsaufkommen moderat, aber stark richtungsorientiert ist.
Das entscheidende Merkmal, das eine 2+1-Straße von einer herkömmlichen zweispurigen Straße unterscheidet, ist die Überholspur auf der Seite mit zwei Spuren. Nur Fahrzeuge, die in die Richtung mit zwei Spuren fahren, dürfen die zusätzliche Spur zum Überholen nutzen; Fahrzeuge in der Gegenrichtung dürfen die Leitplanke nicht überqueren, um zu überholen. Die Leitplanke selbst ist üblicherweise eine durchgehende weiße Linie, gelegentlich eine niedrige physische Barriere oder eine Stahlseilschutzplanke, die Frontalzusammenstöße verhindern soll, falls ein Fahrzeug über die Linie driftet.
Die Straßengeometrie ändert sich in regelmäßigen Abständen entlang der Straßenlänge: alle 3 bis 5 Kilometer kehrt sich die Konfiguration um, so dass die Gegenrichtung die Zwei-Spuren-Vorteile erhält. Diese Wechsel gewährleisten, dass beide Richtungen Überholmöglichkeiten bekommen, obwohl der Hauptverkehrsstrom in Spitzenlastzeiten noch immer dominiert. Markierungsmuster kennzeichnen diese Übergangszonen deutlich.
Leistung und Kompromisse
Eine 2+1-Straße kostet erheblich weniger als eine vollständig vierspurige geteilte Autobahn, typischerweise 30 bis 50 Prozent weniger pro Kilometer beim Bau und der Instandhaltung, während sie eine deutlich bessere Sicherheit und Kapazität als eine Standard-Zweisspurstraße bietet. Die Schwere von Unfällen sinkt stark, da Frontalzusammenstöße physisch schwerer möglich sind. Die Sicherheit hängt aber entscheidend vom Fahrerverhalten ab: wenn Fahrzeuge in der Einspur-Richtung illegal über die Mittellinie fahren, um zu überholen, oder wenn die Leitplanke mangelhaft ist, wird die Straße gefährlich. Sichtweite, Fahrbahnoberfläche und Beleuchtung sind entscheidende Auslegungsfaktoren.
Verkehrsmodelle zeigen, dass eine 2+1-Straße ungefähr 15.000 bis 20.000 Fahrzeuge pro Tag (beide Richtungen zusammen) bewältigen kann, bevor Staus zur Routine werden; darüber hinaus ist eine vollständig vierspurige oder zweispurig geteilte Straße erforderlich. Die 2+1 funktioniert am besten auf Strecken, wo eine Richtung 60 bis 75 Prozent des Tagesverkehrs trägt, wie auf Pendlerstrecken oder Zufahrtsstraßen zu städtischen Gebieten.
Die Instandhaltung stellt spezifische Herausforderungen dar: das Leitplankensystem muss regelmäßig überprüft werden, und jeder Schaden an Stahlseil oder Markierungen verringert die Sicherheitswirksamkeit. Winterinstandhaltung in schneereichen Regionen erfordert sorgfältiges Schneeräumen, um Sichtlinien frei zu halten und zu verhindern, dass Fahrzeuge über die Linie driften. Einige Straßenverkehrsbehörden berichten von höheren Betriebskosten als bei Standard-Straßen aufgrund von Leitplanken- und Markierungsinstandhaltung.