Acre-Foot
Englisch: acre-foot
Maßeinheit für Wasservolumina, gleich einer Acre Fläche mal ein Fuß Tiefe (Wassermenge zum Überstauen einer Acre auf die Tiefe von einem Fuß), etwa 1.233 Kubikmeter oder 43.560 Kubikfuß.
Acre-Foot: Wasservolumen über Farmland
Ein Acre-Foot ist das Wasservolumen, das nötig ist, um eine Acre Land einen Fuß tief zu überfluten. Es entspricht 43.560 Kubikfuß, 325.851 Gallonen oder etwa 1.233 Kubikmeter. Die Einheit existiert, weil sie direkt beschreibt, was beim Flutungsbewässern passiert: man kennt die Feldgröße in Acres und weiß, wie tief das Wasser sein soll, also verrät die Multiplikation dieser Zahlen, wie viel man liefern muss.
Bewässerungsverbände nutzen Acre-Feet, um Wasserrechte zu verteilen und Landwirte zu berechnen. Eine typische Zuteilung liegt bei 2 bis 4 Acre-Feet pro Acre pro Vegetationsperiode, je nach Kultur, Klima und Niederschlag. Diese Zahlen stehen in Wasserverträgen und erscheinen auf Brunnengenehmigungen. Wenn ein Landwirt 40 Acres bis zu einer Tiefe von 6 Zoll bewässert, sind das genau 2 Acre-Feet. Die Einheit macht diese Rechnung transparent, ohne dass man in Gallonen oder Kubikmeter umrechnen muss.
Das Acre-Foot misst auch Stauvolumen und Abfluss. Ein großes Bewässerungsreservoir könnte 100.000 Acre-Feet fassen. Hydrologen berichten den Jahresabfluss in Acre-Feet, weil das Wassermanagern hilft, zu vergleichen, was ein Fluss lieferte, gegen das, was Landwirte kontrahiert bekamen. Ein Fluss mit 1.000 Acre-Feet pro Tag sagt dir sofort, ob das reicht, um das 10.000-Acre-Gebiet eines Verbandes in zehn Tagen einen Fuß tief zu überfluten.
Genauigkeit und Praxis
Der Begriff geht von ebenem Gelände aus; Geländevariationen erschweren die praktische Anwendung. Ein Feld mit Neigung verliert Wasser durch Oberflächenabfluss, also ist das Wasser, das den Pflanzen tatsächlich zur Verfügung steht, weniger als das Acre-Foot, das aufgebracht wurde. Der Bodentyp zählt auch: sandiger Boden nimmt schneller auf als Ton und beeinflusst, wie viel Wasser auf der Oberfläche stehen bleibt und wie viel eindringt. Landwirte und Bewässerungsingenieure unterscheiden aufgebrachtes Wasser (das, was man ausbringt) von nutzenswertem Gebrauch (das, das die Kultur tatsächlich bekommt).
Acre-Feet erscheinen in Wasserrecht und Politik, weil die Einheit leicht zu regulieren und zu prüfen ist. Wassermesser an Pumpstationen messen Durchfluss in Gallonen pro Minute; diese Messwerte summieren sich über die Saison zu Acre-Feet auf. Behörden nutzen Acre-Feet, um Grenzen für Grundwasserpumpen, Oberflächenwasserentnahmen und Wasserhandel zwischen Verbänden durchzusetzen. Die Verbindung der Einheit zur tatsächlichen Landfläche macht es schwerer, sie zu verstecken oder falsch zu zählen als abstrakte Volumenmaße.