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Landtechnik

Ölrettich

Englisch: tillage radish

Daikon, besonders wenn seine großen Wurzeln über den Winter auf einem Feld verbleiben, um Bodenverdichtung zu verringern, anstatt zur Verarbeitung geerntet zu werden.

Ölrettich: Zwischenfrucht zur Lockerung von Verdichtungsschichten

Ölrettich ist eine Sorte des Daikon (Raphanus sativus), die als Zwischenfrucht speziell zur Behebung von Bodenverdichtung angebaut wird. Die Pflanze bildet eine dicke, schnell wachsende Pfahlwurzel aus, die in einer Vegetationsperiode 30 bis 60 Zentimeter tief in das Bodenprofil eindringen kann und Kanäle schafft, die nach dem Wurzelzerfall bestehen bleiben. Im Gegensatz zur mechanischen Bodenbearbeitung, die die Bodenstruktur zerstückelt, verbessern diese biologischen Kanäle die Wasserdurchlässigkeit und Belüftung, ohne Bodengefüge zu zerstören.

Der Anbau erfolgt im Spätsommer oder Frühherbst, üblicherweise in Saatdichten von 1,5 bis 3 kg/ha. Die Pflanze etabliert sich schnell und verträgt Frost; in kalten Klimazonen stirbt das oberirdische Pflanzenmaterial ab, die Wurzelstruktur bleibt aber über den Winter erhalten. Im Frühjahr hinterlässt die verfallene Wurzel ein Netzwerk aus Makroporen und organischer Substanz, die den Boden für die folgende Hauptfrucht konditioniert. Der Rettich wird nicht geerntet; die gesamte Pflanze bleibt zur Zersetzung auf dem Feld.

Wann und warum Ölrettich funktioniert

Ölrettich wirkt am wirkungsvollsten nach mehreren Saisons mit Überfahrten durch schwere Maschinen oder in Feldern mit natürlicher Tonverdichtung. Er funktioniert best in Regionen mit einer Ruhephase von 4 bis 6 Monaten und weniger zuverlässig in sehr kurzen Vegetationsperioden oder wo Wintertemperaturen über dem Gefrierpunkt bleiben. Die Pflanze benötigt ausreichend Feuchte zum Keimen; in ariden Regionen oder bei längerer Trockenheit keimt sie nicht auf. Ein pH-Wert unter 5,5 kann die Vitalität mindern.

Die Praxis hat in Agrarökosystemen mit Schwerpunkt auf Ressourcenschonung und in Ökolandbau Verbreitung gefunden, wo mechanisches Tiefenlockern teuer oder verboten ist. Manche Fachleute setzen sie als Übergangslösung zwischen durchgehenden Reihenkulturen und ausgedehnten Fruchtfolgen ein. Sie ist kein Ersatz für Zwischenfrucht-Vielfalt; eine einzelne Ölrettichernte bringt wenig Stickstoff im Vergleich zu Leguminosen und bietet auf geneigtem Gelände nur begrenzten Erosionsschutz, da das Blattwerk spät in der Saison entwickelt wird.

Der Begriff "Ölrettich" ist eine Funktionsbezeichnung und keine botanische Unterscheidung; Saatgutkataloge und Beratungsstellen verwenden ihn austauschbar mit "Daikon", wenn es um Bodenverbesserung und nicht um Lebensmittel geht. Europäische Anbauer nennen ihn manchmal "Rettich zur Bodenlockerung" oder verwenden Markennamen einzelner Saatgutanbieter.

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