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Optik und Bildgebung

Adaptometrie

Englisch: adaptometry

Messung der Helligkeitsschwelle mit Hilfe eines Adaptometers.

Adaptometrie: Messung der Lichtanpassung des Auges

Adaptometrie ist die quantitative Messung, wie schnell und vollständig sich das menschliche Auge an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpasst. Ein Adaptometer ist ein optisches Messinstrument, das die Intensität und Wellenlänge des Lichts steuert, das auf das Auge trifft, und dabei die Pupillenreaktion, Sehschärfe oder subjektive Helligkeitswahrnehmung bei sich ändernder Beleuchtung aufzeichnet. Die häufigste Anwendung misst die Dunkeladaptation, den Prozess, bei dem das Auge nach der Einwirkung von schwachem Licht empfindlicher wird. Dies wird typischerweise über 20 bis 40 Minuten gemessen, während die Stäbchen-Photorezeptoren ihr Rhodopsin regenerieren.

In der klinischen und beruflichen Adaptometrie werden Adaptationsschwellen bei bestimmten Lichtniveaus getestet, häufig mit einem kleinen Ziel oder Gittermuster, das die Testperson bei sinkender Intensität als sichtbar oder unsichtbar meldet. Das Gerät besteht typischerweise aus einem einstellbaren Neutraldichtefilter, einer Ulbrichtkugel oder einem diffusen optischen Strahlengang und einem Photometer zur Bestätigung der tatsächlichen Leuchtdichte. Die Ergebnisse werden als Adaptationskurven dargestellt, die die Leuchtdichteschwelle gegen die Zeit in der Dunkelheit auftragen, mit charakteristischen Umbruchpunkten, die dem Übergang vom Zapfen- zum Stäbchensehen entsprechen, der je nach früherer Belichtungsgeschichte etwa 10 bis 30 Minuten dauert.

Klinische und industrielle Anwendung

Augenärzte nutzen die Adaptometrie, um Netzhauterkrankungen, Vitamin-A-Mangel oder frühes Retinitis pigmentosa zu diagnostizieren, Erkrankungen, die die Adaptationskurve abflachen oder verzögern. Arbeitsmedizinische Programme setzen sie ein, um die Eignung für Tätigkeiten zu bewerten, die schnelle Sehanpassung erfordern, wie Bergbau, Nachtfahrten oder Arbeiten in Umgebungen mit plötzlichen Beleuchtungswechseln. Flugverkehrs- und Verteidigungsanwendungen nutzen Adaptometrie zur Überprüfung von Personal und zur Bewertung von Cockpitbeleuchtungen, die Adaptionsstörungen während kritischer Operationen minimieren.

Der Begriff leitet sich vom lateinischen adaptare (anpassen) und dem griechischen Suffix -metron (Messung) ab. Die frühen Adaptometer, entwickelt in den 1920er Jahren, nutzten rotierende Neutraldichtescheiben oder mechanische Verschlüsse zur Lichtkontrolle. Moderne Geräte verwenden digitale Steuerung von LED-Quellen, automatische Leuchtdichte-Rückmeldung über Photometer und softwaregestützte Aufzeichnung von Antwortkurven, aber das Grundprinzip bleibt unverändert: Ein kalibrierter Reiz wird präsentiert und die sich ändernde Empfindlichkeit des Auges wird aufgezeichnet.

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