SpracheEnglishDeutsch
Landtechnik

Grummet

Englisch: aftermath

nounLandtechnikobsolete

Ein zweiter Schnitt; das Gras, das nach dem ersten Heuschnitt in derselben Saison nachwächst.

Nachnutzung: der Aufwuchs nach der ersten Heuernte

Nachnutzung ist das Gras, das auf einer Wiese nachwächst, nachdem die erste Heuernte geschnitten und abtransportiert wurde. In der traditionellen Milch- und Viehwirtschaft konnte ein einzelnes Feld zwei oder sogar drei Schnitte pro Saison bringen, wobei die Nachnutzung durch den späten Sommer und Herbst hinweg wichtiges Zusatzfutter für Tiere lieferte. Der Begriff ist in der Agrarfachsprache und Flächenwirtschaft noch immer verankert, obwohl die Praxis selbst weitgehend modernen Rotationsweidegang und Silageproduktion gewichen ist.

Qualität und Ertrag der Nachnutzung hingen stark von Bodenfruchtbarkeit, Feuchte und dem Zeitpunkt des ersten Schnitts ab. War das Heu Anfang Juni geerntet, konnte die Nachnutzung Ende Juli oder August erneut zum Weiden oder Schneiden bereit sein. Bauern, die kräftigen Wiederaufwuchs wollten, ließen den ersten Schnitt relativ spät stehen, opferten damit etwas frühe Hequalität, um robusten Zweitaufwuchs zu fördern. Ein zu früher Schnitt in der Saison ließ die Felder oft zu schwach, um nennenswerten Nachnutzungsertrag zu bringen.

Warum die Bezeichnung zählt

Das Wort stammt aus dem Altenglischen aeftermaath, von maath für Mahd oder Ernte selbst. Nachnutzung bedeutet wörtlich die Mahd danach. Regionale Dialekte nannten es manchmal fog (von einem alten Wort für Nachnutzungsgras), besonders in Nordengland und Schottland, was in Hofgeschäften und Pachtverträgen zu Verwechslungen führen konnte.

Nachnutzung hatte echten Wert im Bauernjahr. Rinder und Schafe beweideten sie nach der Ernte und ergänzten so das eingelagerte Heu durch die späte Weidesaison. Eine produktive Nachnutzung konnte die Menge des Heues verringern, das über den Winter eingelagert werden musste. Schwache Nachnutzung dagegen wurde oft zu knapp beweidet oder zum Versamen hinterlassen, was die Bodengefüge beschädigte und die Produktivität in den Folgejahren minderte.

Die Praxis ließ nach, als Stickstoffdünger ab den 1960er Jahren bezahlbar und verfügbar wurde, was Bauern ermöglichte, einzelne Schnitte zu maximieren und gekauftes Kraftfutter statt natürlicher Wiederaufwuchsverwaltung einzusetzen. Moderne intensive Milchviehbetriebe nutzen typischerweise Silomais oder Italienraigras-Mischungen, die maschinell bei Spitzenfutterqualität geerntet werden, anstatt natürlichen Wiederaufwuchs zu bewirtschaften. Der Begriff bleibt hauptsächlich in historischen Agrarschriften, in Naturschutzweideprojekten und in Diskussionen über traditionelles Wiesenmanagement lebendig.

Mehr aus Agricultural equipment

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.