Brandzeichen
Englisch: slap mark
Kennzeichnungsmarke, die auf Vieh mittels eines Werkzeugs (Brandmarke) angebracht wird.
Schlagmarke: schnelle Viehkennzeichnung durch Stempel auf Haut oder Ohr
Eine Schlagmarke ist ein sichtbarer Abdruck, der mit einem tragbaren Werkzeug, dem Schlagmarker, auf die Haut oder das Ohr von Nutztieren gepresst wird. Die Marke dient als permanentes Erkennungssystem und ermöglicht es Landwirten und Tierpflegern, Tiere nachzuverfolgen, ohne sich auf Ohrmarken, Brandzeichen oder andere Befestigungsmethoden verlassen zu müssen. Der Abdruck ist typischerweise geometrisch, alphanumerisch oder symbolbasiert und bleibt als Narbengewebe ein Leben lang lesbar.
Schlagmarker gibt es in zwei Haupttypen: Schlagmarker, die wie ein Gummistempel funktionieren und das Muster mit Kraft auf die Haut schlagen, und schraubenbetriebene Marker, die das Muster langsam in das Fleisch drücken. Die meisten bestehen aus Gusseisen oder Stahl mit austauschbaren Stempelplatten, die mit dem persönlichen Design des Besitzers graviert sind. Häufige Positionen sind Hüfte, Schulter oder Ohr bei Rindern und Schafen, obwohl auch Schweine und Pferde auf diese Weise gekennzeichnet werden. Der Abdruck hinterlässt typischerweise einen Eindruck von 2 bis 4 Zoll Durchmesser, tief genug, um deutlich zu vernarben.
Im Gegensatz zu Brandzeichen, die mit Hitze entstehen, hinterlassen Schlagmarken kein Brandgewebe und verursachen weniger Stress beim Tier, da das Werkzeug nur moderate Kraft erfordert und nur kurzzeitig Druck ausübt, anstatt thermische Schäden zu verursachen. Die Marke wird im Verlauf von Wochen dunkler, wenn sich das Narbengewebe pigmentiert, und wird zunehmend sichtbar. Diese Methode wird in einigen Regionen und Betrieben bevorzugt, da sie die behördliche Kontrolle und Tierschutzbedenken vermeidet, die mit Brandeisen verbunden sind.
Warum die Methode fortbesteht
Schlagmarkierungen sind weiterhin in Gebrauch, weil sie schneller als Brandzeichen sind, keine Brennstoffquelle oder Wärmequelle benötigen und auf jeder Fellfarbe eine lesbare Marke erzeugen. Das Werkzeug ist tragbar und wartungsarm. In Landwirtschaftsgemeinden mit etablierten Erkennungssystemen entsteht durch den Wechsel zu elektronischen Tags oder Farbmarken logistische Reibung, daher verankern traditionelle Schlagmarker weiterhin die Aufzeichnungen, besonders in Weidebetrieben und ländlichen Auktionssystemen, wo visuelle Fernidentifikation wichtig ist.
Eine wesentliche Einschränkung ist, dass Schlagmarken mit zunehmendem Alter verblassen oder weniger deutlich werden können, da sich Narben abflachen, wodurch sie als alleinige Erkennungsmethode für ältere Tiere unzuverlässig werden. Sie werden daher meist zusammen mit Ohrmarken, Farbmarken oder Registrierungsnummern verwendet, anstatt sie ganz zu ersetzen. Wenn Tiere verkauft oder zwischen Herden verlegt werden, schafft eine Schlagmarke eine permanente Dokumentation früherer Besitzverhältnisse, weshalb das Markenmuster beim einzelnen Landwirt oder bei der Brandgenossenschaft registriert ist.