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Landtechnik

Ley

Englisch: ley

Ackerland, das vorübergehend zur Heu- oder Weidewirtschaft genutzt wird.

Feldgras: vorübergehende Weide im Fruchtwechsel

Feldgras ist ein Ackerstück, das mit Gras oder Leguminosenaufwuchs bestellt und ein bis mehrere Jahre lang stehen gelassen wird, bevor es wieder in die Produktion von Getreide oder anderen Marktfrüchten umgebrochen wird. Es dient als vorübergehende Weide für Vieh oder als Heu- oder Silagequelle und kehrt dann in den Fruchtwechsel zurück. Die Dauer ist unterschiedlich: kurzes Feldgras läuft zwei bis drei Jahre, langes Feldgras kann fünf Jahre oder länger bestehen, je nach Betriebsmanagement und Marktlage.

Feldgras ist zentral für Gemischtbetriebe und Fruchtfolgestrategien. Durch die Unterbrechung der reinen Ackernutzung können sich die Bodenstickstoffgehalte erholen, besonders wenn Leguminosen wie Klee oder Luzerne enthalten sind. Der Druck durch Schädlinge und Krankheiten aus der Monokultur sinkt, und die Bodenstruktur sowie der Humusgehalt verbessern sich. Der Aufwuchs durch Beweidung oder Schnitt erzeugt selbst Zusatzeinkommen oder Futter, wodurch das Feldgras wirtschaftlich produktiv ist, nicht nur bodenverbessernd. Milch- und Rindfleischbetriebe bauen Feldgras häufig ein, weil die Futterproduktion und Weide die Abhängigkeit von zugekauften Futtermitteln verringern.

Zusammensetzung und Bewirtschaftung

Feldgrasmischungen enthalten typischerweise Deutsches Weidelgras, Timothy und Kleearten, wobei die genaue Zusammensetzung vom Bodentyp, Klima und der geplanten Dauer der Grasnutzung abhängt. Ein zweijähriges Feldgras kann mit einer einfacheren Mischung gesät werden, während längeres Feldgras von diversen Pflanzenbeständen für Ertrag und Widerstandskraft profitiert. Die Feldgrasansaat erfordert sorgfältige Saatbeetbereitung, angepasste Aussaatstärken und Unkrautbekämpfung im ersten Jahr zur Konkurrenzunterdrückung. Mangelhafte Ansaat ist einer der häufigsten Misserfolge; Felder, die zu spät im Jahresablauf oder mit unzureichender Bodenbearbeitung bestellt werden, etablieren sich oft nicht vor dem Winter und ergeben fleckige, unproduktive Bestände.

Der Begriff Feldgras ist dezidiert britisch und im Commonwealth verankert; in Nordamerika wird die ähnliche Praxis oft 'temporary pasture' oder 'tame pasture' genannt. Das Wort hat altenglische Wurzeln und spiegelt die historische Bedeutung der Graslandwirtschaft in der britischen Landwirtschaft. Die moderne Nutzung des Feldgrases variiert wirtschaftlich: Bei hohen Getreidepreisen verkürzen oder streichen Landwirte Feldgras; bei steigenden Futterkosten oder Bodenabbau kommen längere Feldgrasflächen wieder in Gunst. Ökologische Betriebe stützen sich typischerweise stark auf längeres Feldgras als primäres Mittel zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ohne synthetische Dünger.

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