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Landtechnik

Auslassfeld

Englisch: outfield

Ackerfläche, die ohne Düngung ständig angebaut wird.

Outfield: ungdüngtes Ackerland bis zur Erschöpfung bewirtschaftet

Ein Outfield ist bewirtschaftetes Ackerland, typischerweise am Rand des produktiven Kernbereichs eines Hofes, das wiederholt ohne Düngung oder Düngemittelzufuhr bestellt wird. Es stellt die Erweiterung des Ackerbaus über die intensiv bewirtschaftete Infield hinaus dar, wo die Bodenfruchtbarkeit durch Viehwirtschaftsabfälle, Kompost oder andere Bodenverbesserungsmittel aktiv erhalten wird. Das Outfield nimmt eine Mittelstellung zwischen dem nährstoffreichsten Boden des Gehöfts und ungenutztem Gemeinland oder Ödland ein.

Das Outfield-System war in der nordeuropäischen Landwirtschaft am verbreitetsten, besonders in Schottland und Skandinavien, wo es Teil einer bewussten dreizonigen Flächenbewirtschaftungsstrategie war. Die Infield erhielt alle verfügbaren Düngstoffe und ermöglichte durchgehende Körneranbau, Leguminosen oder Hackfrüchte. Das Outfield lag außerhalb dieses inneren Bereichs und wurde mehrere Jahre hintereinander bestellt, bis die Bodenfruchtbarkeit deutlich sank, worauf es mehrere Jahre brach lag oder als Grünland genutzt wurde, bevor es erneut in Kultur genommen wurde. Gemeinland und Moor bildeten die äußere Grenze.

Die Böden im Outfield zeigen sichtbare Verschlechterungen während ihres Anbauzyklusses. Die Erträge von Gerste oder Hafer sinken deutlich nach drei bis fünf Jahren ununterbrochener Bewirtschaftung. Stickstoff wird zuerst aufgebraucht, Phosphor und Kalium folgen langsamer. Strukturverfall, Unkrautdruck und Schädlingsansammlung beschleunigen den Rückgang. Der Zeitpunkt und die Dauer der Brache hingen von lokalen Bodentypen, Niederschlägen und dem Druck ab, die Produktion zu maximieren. In Grenzregionen und auf schlechten Böden könnten Fruchtfolgen so kurz wie zwei Anbaujahre gefolgt von fünf oder mehr Jahren Ruhe sein.

Outfield und Gemeinlandwirtschaft

Das Outfield-System war wirtschaftlich, weil es Land ausnutzte, das zu schlecht oder zu abgelegen war, um intensive Düngung zu rechtfertigen, aber produktiv genug, um die Arbeit von Bestellung und Ernte zu lohnen. Mit wachsenden Höfen und steigender Bevölkerung nahm der Druck auf das Outfield-Land zu. Die Grenze zwischen Outfield und Gemeinland wurde umstritten, und viele Outfields wurden schließlich eingezäunt, unter verbesserte Fruchtfolgesysteme gebracht oder mit dem Aufkommen der Industrielandwirtschaft und chemischer Düngemittel ganz aufgegeben.

Der Begriff spiegelt eine klare räumliche Hierarchie wider: das Feld nächst dem Haus und Pferch war der innere, am besten versorgte Boden; das Outfield lag buchstäblich weiter draußen. Die moderne Intensivlandwirtschaft hat diese Praxis beseitigt, aber der Begriff bleibt in historischen Flächenverzeichnissen und in den Flurnamen alter Hofstätten erhalten, wo das dreizonige System noch in der Feldstruktur sichtbar ist.

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