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Luftfahrttechnik

Bordfunkstelle

Englisch: aircraft station

Funkstation, die von einem Flugzeug aus sendet

Flugzeugfunkstelle: Flugbordfunkanlage mit Sender und Empfänger

Eine Flugzeugfunkstelle ist die komplette Funkanlage in einem Flugzeug, die Zweiwegkommunikation mit Bodenverkehrsstellen, anderen Flugzeugen und der Flugsicherung ermöglicht. Sie besteht aus dem Funkgerät (Sender und Empfänger), der Antenne, dem Mikrofon, Kopfhöreranschlüssen und der zugehörigen Verkabelung, die in den Flugzeugrumpf integriert sind. Die Funkstelle arbeitet auf festgelegten Frequenzen im VHF-Bereich der Zivilluftfahrt, typischerweise von 118.000 bis 136.975 MHz, mit der Möglichkeit, gleichzeitig auf dem gleichen Kanal zu senden und zu empfangen.

Die Ausrüstung selbst ist relativ kompakt, muss aber strenge Zulassungsnormen erfüllen, die von Luftfahrtbehörden vorgegeben werden. Eine typische Anlage in einem leichten Flugzeug nutzt ein einzelnes VHF-Funkgerät mit etwa 10 Watt Sendeleistung, während größere Flugzeuge mehrere redundante Systeme haben. Die Antenne ist üblicherweise eine Flügel- oder Peitschenantenne, die am Rumpf befestigt ist und für gute Abstrahlungseigenschaften in Reiseflughöhe ausgelegt ist. Alle Komponenten müssen unter den Temperatur-, Druck- und Vibrationsbedingungen des Fluges zuverlässig arbeiten.

Wartung und Vorschriften

Flugzeugfunkstellen müssen regelmäßig überprüft und getestet werden, um die Lufttauglichkeit zu erhalten. Techniker prüfen die Frequenzgenauigkeit, Sendeleistung, Empfängerempfindlichkeit und die Kontinuität der Antenne. Die Funkanlage muss auf Notfallfrequenzen, besonders 121,5 MHz und 243,0 MHz für Such- und Rettungseinsätze, senden können. Jede Abweichung von den vorgegebenen Spezifikationen führt zum Flugverbot, bis die Reparaturen durchgeführt sind.

Der Begriff Funkstelle spiegelt die offizielle Fachsprache der Funkregulation wider, wo jeder stationäre oder mobile Sendort als Funkstelle bezeichnet wird. Diese Terminologie geht den modernen Flugzeugfunk voraus und wird in Vorschriften, Zulassungspapieren und Wartungsprotokollen verwendet. Landgestützte Flugsicherungsanlagen und Anflugkontrollzentralen werden genauso als Funkstellen klassifiziert, was ein einheitliches Regelwerk für das gesamte Luftverkehrssystem schafft.

Typische Ausfallarten sind bekannt: Korrosion an Antennensteckverbindungen, gelegentliche Ausfälle von Mikrofonleitungen, Frequenzabweichung in älteren Analoggeräten und Abnahme der Empfängerempfindlichkeit durch Alterung von Bauteilen. Moderne digitale Flugzeugsysteme haben die Komplexität erhöht, da die Flugzeugfunkstelle jetzt mit integrierten Flugleitsystemen und automatischen Abhängigkeitsüberwachungssystemen zusammenarbeitet, die zusätzliche Anforderungen an die traditionelle Sprechfunkanlage stellen.

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