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Luftfahrttechnik

Kokarde

Englisch: cockade

Abzeichen aus konzentrischen Kreisen in verschiedenen Farben zur Kennzeichnung des Landes, dem ein Flugzeug angehört

Kokarde: Nationalitätskennzeichen an Luftfahrzeugen

Eine Kokarde ist ein aufgemaltes oder aufgebrachtes Erkennungszeichen aus konzentrischen Kreisen in Nationalfarben, das auf Rumpf, Tragflächen oder Leitwerk eines Luftfahrzeugs angebracht wird, um dessen Registrierungsland und Herkunft anzuzeigen. Bei Militärflugzeugen dient sie als schnelle visuelle Erkennungsmarkierung während des Flugbetriebs; bei Zivilflugzeugen erfüllt sie eine behördliche Anforderung gemäß ICAO Annex 7. Der Standarddurchmesser liegt typischerweise zwischen 1,5 und 2 Metern bei großen Transportflugzeugen und wird proportional kleiner bei Kleinflugzeugen skaliert.

Die Gestaltung jeder Kokarde wird streng von den nationalen Luftfahrtbehörden vorgegeben. Die Vereinigten Staaten verwenden einen blauen Kreis mit weißem Stern und rotem Mittelpunkt. Das Vereinigte Königreich trägt einen Roundel in Rot, Weiß und Blau mit den Farben in drei konzentrischen Kreisen auf. Frankreich verwendet denselben Trikolore-Roundel. Deutschland nutzt ein schwarzes Kreuz innerhalb eines Kreises. Diese Designs bleiben über alle registrierten Luftfahrzeuge einer Nation hinweg einheitlich und sind aus der Ferne und auf Fotografien sofort erkennbar.

Anbringung und Instandhaltung

Kokardenwerden typischerweise bei der Herstellung als Teil des Anstrichs aufgebracht, direkt auf vorbereitete Aluminium- oder Verbundflächen gepinselt mit Ätzprimer, Zwischenschicht und Polyurethan-Decklack. Bei einigen Luftfahrzeugen werden stattdessen Abziehbilder oder Vinylfolie verwendet, besonders bei kleineren oder historischen Flugzeugen. Im Betrieb muss die Kokarde gepflegt werden, um klar sichtbar und unbeschädigt zu bleiben; Verblassung oder Abblätterung wird während regelmäßiger Anstrichzyklen behoben. Beschädigungen der Kokarde durch Stoß, Korrosion oder UV-Abbau können Reparaturarbeiten auslösen, bevor das Luftfahrzeug wieder in den Dienst geht.

Der Begriff Kokarde stammt von der Kokarde an Militärmützen, einem kleinen runden oder ovalen Abzeichen aus Band in Nationalfarben. Der Übergang zur Markierung von Luftfahrzeugen erfolgte natürlich in der frühen Militärluftfahrtzeit, als Nationen ihre Flugzeuge zu Beginn des Ersten Weltkriegs markierten und das vertraute Nationalsymbol an die Anforderungen der Luftfahrterkennung anpassten.

Kokardennehmeneinen spezifischen behördlichen Platz ein: sie unterscheiden sich von Fluggesellschaftslogos oder einzelnen Luftfahrzeugkennzeichen, die an anderen Stellen des Rumpfes erscheinen. Die Kokarde ist ein Souveränitätszeichen, keine kommerzielle Markierung. Sie ist auf allen Luftfahrzeugtypen obligatorisch, von Einzelmotorigen Kleinflugzeugen bis zu Wide-Body-Transportflugzeugen, und muss nach den Luftfahrtvorschriften des betreffenden Staates positioniert und dimensioniert werden, üblicherweise festgelegt in technischen Airworthiness-Richtlinien oder Zertifizierungsspezifikationen.

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