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Fertigung

Knöchelstiefel

Englisch: ankle boot

Ein Stiefel, der bis zum Knöchel reicht.

Sicherheitsstiefel: Schutzfußbekleidung für Fabrik- und Bauarbeiten

Ein Sicherheitsstiefel ist ein Arbeitsschuh, der vom Boden bis über das Sprunggelenk reicht und typischerweise 10 bis 20 cm über dem Boden endet. In der Fertigung und im Bauwesen dient er als Schutzbarriere gegen Gefahren, die den Fuß und das Unterschenkel treffen oder verunreinigen können: Hitzespritze, fliegende Trümmer, Chemikalienspritzer, scharfe Materialien und Druck durch rollende oder fallende Gegenstände. Die Knöchelbedeckung unterscheidet ihn von einem Standard-Arbeitsschuh und macht ihn zur Mindestschutzanforderung auf den meisten Fabrikflächengelände.

Die Sohle besteht üblicherweise aus ölbeständigem Gummi oder Polyurethan, entweder geklebt oder genäht an einem Obermaterial aus Leder, Canvas oder synthetischem Textil. Stahlkappenschuhe sitzen in der Vorderfußzone und erfüllen die ASTM-F-838-Normen oder gleichwertige Stoßschutzstandards. Viele Modelle enthalten auch eine Stahl- oder Composite-Mittelsohle zur Durchstoßfestigkeit; dies ist entscheidend in Gießereien, der Metallverarbeitung und beim Abbruch, wo Nägel oder scharfe Gussteile überall verstreut sind. Schnürung oder Seitenverschlüsse ermöglichen schnelles Ausziehen, was wichtig ist in Umgebungen, in denen Menschen verseuchte Ausrüstung schnell ablegen müssen.

Varianten und Auswahl

Spezielle Varianten gibt es für bestimmte Handwerksberufe. Schweißer bevorzugen hohe Stiefel aus Leder, das gegen Funken und Schlacke beständig ist; die Knöchelhöhe hält Funken davon ab, in einen flachen Schuh zu fallen. Elektriker tragen häufig isolierte Sicherheitsstiefel, die für 14.000 Volt ausgelegt sind. Chemiewerke benötigen Stiefel aus Nitrilkautschuk oder PVC, um gegen Lösungsmittel und Ätznatronlaugen beständig zu sein, die Standard-Leder zerstören würden. In der Lebensmittelherstellung sind weiße oder helle Sicherheitsstiefel mit rutschfesten Sohlen Standard, und viele müssen reinigbar und nicht saugfähig sein.

Der Begriff Sicherheitsstiefel wird manchmal mit Schutzfußbekleidung verwechselt, die für den Außen- oder Freizeitgebrauch verkauft wird. Industrielle Sicherheitsstiefel unterscheiden sich dadurch, dass sie ASTM-Normen für elektrostatische Entladung, Rutschfestigkeit und Stoßschutz erfüllen oder übertreffen, und dass sie nach einem regelmäßigen Wartungsplan ausgetauscht werden, anstatt sie als allgemeine Arbeitskleidung zu behandeln. Abgelaufene Sohlen, Risse im Obermaterial und gerissene Schnürsenkel sind Grund für die Entfernung vom Fabrikgelände, da sie die Schutzfunktion beeinträchtigen.

Sicherheitsstiefel liegen zwischen flacheren Arbeitsschuhen (die nur den Fuß abdecken) und vollhohen Försterstiefel oder Konstruktionsstiefeln (die bis zur Wadenmitte oder höher reichen und in der Forstwirtschaft, Elektrolinienarbeit und im Abbruch verwendet werden). Für die meisten Fabrikbetriebe ist der Sicherheitsstiefel die Basis: ausreichender Schutz zu vertretbaren Kosten und Komfort, ohne die Wärmespeicherung oder Bewegungseinschränkung höherer Modelle.

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