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Fertigung

OD

Abkürzung für Außendurchmesser; bei Rohren, Schläuchen oder Wellen der Durchmesser der äußeren Oberfläche.

AD: der Abstand über die Außenseite eines runden Bauteils

Der Außendurchmesser (AD) ist der maximale Abstand, gemessen gerade über die Außenfläche eines zylindrischen Bauteils von Kante zu Kante durch die Mitte. Bei Rohren, Schläuchen, Wellen und ähnlichem Rundmaterial ist AD die erste Angabe, die man prüft, weil sie bestimmt, ob ein Teil in oder um ein anderes Bauteil passt. Anders als Wandstärke oder Bohrung ist AD eine einzelne, eindeutige Messgröße, die auf jeden Querschnitt eines gleichmäßigen Zylinders zutrifft.

In der Praxis wird AD mit Schieblehren, Mikrometern oder Grenzlehren gemessen, je nach erforderlicher Toleranz. Eine Welle mit einem Nenndurchmesser von 25 mm AD könnte eine Toleranz von plus 0,05 mm haben, was bedeutet, dass der tatsächliche Durchmesser zwischen 25,00 und 25,05 mm liegen muss. Bei dünnwandigen Rohren ist AD entscheidend, weil es die Passung in eine Bohrung oder ein Wälzlager bestimmt. Bei dickwandigen Druckrohren beeinflusst AD den äußeren Bauraum und die Verbindung zu Flanschen oder Anschlussarmaturen.

AD gegenüber ID und Wandstärke

AD wird häufig zusammen mit Innendurchmesser (ID) und Wandstärke (WS) angegeben. Ein Stahlrohr könnte mit 50 mm AD und 3 mm Wandstärke angegeben sein, was einen ID von 44 mm ergibt. Die drei Messwerte stehen in mathematischer Beziehung: ID gleich AD minus zweimal die Wandstärke. Verwirrung entsteht, weil manche Normen (wie die Nennweite bei Sanitärrohren) nach einer alten Konvention verfahren, bei der die Nennweite nicht dem tatsächlichen AD entspricht; ein Rohr mit halben Zoll NPT hat einen AD nahe bei 21 mm, nicht 12,7 mm. Diese historische Eigenheit bedeutet, dass man den AD immer mit einem Lineal oder einer Schieblehre überprüfen sollte, anstatt ihn vom Etikett anzunehmen.

AD erscheint in jeder technischen Zeichnung, Materialangabe und Einkaufsdokumentation für Rundmaterial. Beim Bestellen eines Ersatzlagers, einer Riemenscheibe oder einer Kupplung ist der AD der Welle, auf die sie passt, die erste Vorgabe. Fertigungstoleranzen auf AD sind oft enger als auf ID, weil die Außenfläche einfacher zu bearbeiten und zu kontrollieren ist. Häufige Ursachen für AD-Ausfälle sind Verschleiß auf Zapfen in Lagern, Korrosion, die die Oberfläche verringert oder aufbaut, und falsche Dimensionierung bei der Konstruktion, die keinen Übermaß- oder Spielraum lässt.

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