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Bahntechnik

B-Einheit

Englisch: B-unit

eine Lokomotive mit Motor, Generator und Fahrtmotoren, aber ohne Führerstand

B-unit: die Lokomotive ohne Führerhaus, die einen Piloten braucht.

Eine B-unit ist eine Lokomotive mit eigenem Dieselmotor und Stromerzeuger, aber ohne Führerstand. Sie dient allein dazu, zusätzliche Zugkraft bereitzustellen und muss mit einer A-unit gekuppelt sein, die die Steuerung und den Maschinenraum trägt. In einem Güterzug läuft die B-unit direkt hinter oder vor der A-unit, bezieht Strom aus den Steuerleitungen der Zuglokomotive und reagiert auf Gasbefehle, die durch den Zug übertragen werden.

Die B-unit wurde in amerikanischen Güterbahnen in den 1940er und 1950er Jahren Standard, als die Betreiber erkannten, dass führerstandslose Loks zusätzliche Leistung brachten, ohne das Gewicht oder die Besatzung proportional zu erhöhen. Eine einzelne A-unit mit Dieselmotor konnte einen 10.000-Tonnen-Kohlewagen allein ziehen, aber eine oder sogar zwei B-units im verteilten Antriebssystem ermöglichten einer Crew, 20.000 Tonnen oder mehr zu bewegen. Die Electro-Motive Division, Alco und Baldwin fertigten alle B-units, wobei die EMD-Modelle am weitesten verbreitet waren.

Die elektrische Architektur der B-unit unterscheidet sich grundlegend von der A-unit. Während eine A-unit ein Steuerpult, den Bedienersitz und pneumatische Leitungen für das unabhängige Bremsenventil enthält, hat die B-unit keine solche Ausrüstung. Stattdessen laufen Steuersignale von der A-unit durch Mehrpin-Stecker entlang eines Zugkabels, das die Einheiten zusammenhält. Der Lokführer in der A-unit bedient einen einzigen Gashebel, der den Feldstrom zu jedem Zugmotor jeder Einheit im Zug verändert und alle Motoren synchron reagieren lässt.

Warum B-units in Ungnade fielen

In den 1970er Jahren kauften die meisten großen Bahngesellschaften keine B-units mehr, sondern zweite und dritte A-units, die Fahrt in Führerstandsrichtung ermöglichten. Ein Zweier-Zug mit zwei Führerständen gab Disponenten Flexibilität: jede Einheit konnte anführen und die Crew konnte in jede Richtung fahren, ohne sich umzudrehen. B-unit-Flotten erforderten sorgfältiges Management, und wenn eine B-unit repariert werden musste, bedeutete das Auflösen eines etablierten Paares oft Ineffizienz. Kühler- und Tankauslegungen machten B-units auch weniger geeignet für Bergstrecken mit hoher Bodenhaftung, wo unabhängige Bremsen wichtig waren.

Die meisten B-units sind inzwischen außer Dienst oder verschrottet, obwohl einige bis in die 1990er Jahre bei Kleinbahnen und Rangierbetrieben im Einsatz blieben. Erhaltene Exemplare sind in Museumszügen vorhanden und üblicherweise hinter einer restaurierten A-unit gekuppelt, genau wie sie im Betriebsdienst liefen. Der Begriff B-unit ist zwar in der modernen Disposition selten, überdauert aber in Bestandslisten und technischer Dokumentation als spezifische Ausrüstungsklassifikation, die eine Schlüsselepoche der Wirtschaftlichkeit von Dieselellektrolokomotiven markierte.

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