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Fertigung

Nachversüßen

Englisch: back-sweeten

Nach der Gärung ein alkoholisches Getränk durch Zuckerzusatz erneut versüßen.

Back-Sweeten: Zuckerzugabe nach Gärungsende

Back-Sweeten ist die Praxis, nach Abschluss der Hauptgärung und nach Beendigung oder Hemmung der Hefetätigkeit fermentierbare oder nicht fermentierbare Zucker zu einem alkoholischen Getränk hinzuzufügen. Das Verfahren ist in der Weinherstellung, Ciderproduktion und Spirituosenblending verbreitet, wo es die Restsüße wiederherstellt, die die Gärung andernfalls vollständig verbrauchen würde.

Die Methode hängt von der Zuckerquelle und dem gewünschten Endprodukt ab. In der Weinherstellung wird beim Back-Sweeten typischerweise konzentrierter Traubensaft (Most) oder rektifizierter Traubenmost verwendet, der sowohl Süße als auch Geschmackscharakter hinzufügt, ohne Fremdnoten einzuführen. Bei Cider fügen Hersteller oft Apfelsaftkonzentrat oder einfachen Sirup hinzu. Das Timing ist entscheidend: Der Zucker darf nur nach erwiesener Gärungsstillstand hinzugefügt werden, normalerweise bestätigt durch Dichtewerte, die über mehrere Tage keine Veränderung zeigen.

Zwei Ansätze bestimmen die Praxis. Restzuckererhaltung bedeutet, die Gärung zu stoppen, bevor alle verfügbaren Zucker verbraucht sind, entweder durch Kühlung, Hefenentfernung oder Zusatz von Schwefeldioxid zur Gärungshemmung. Nachgärungssüßung fügt Zucker nach vollständiger Gärung hinzu. Letzteres birgt das Risiko einer Wiedergärung, falls Hefe noch lebensfähig ist, daher stabilisieren Hersteller das Getränk normalerweise mit Kaliumsorbat, Sulfiten oder Pasteurisierung vor der Zugabe.

Back-Sweeten beeinflusst unmittelbar die wahrgenommene Balance, Lagerstabilität und Marktattraktivität. Ein trocken vergorener Wein (unter 0,5 Gramm pro Liter Restzucker) kann hart oder eindimensional wirken; die Zugabe von 5 bis 15 Gramm pro Liter Süße kann die Säure abrunden und Tannine erweichen. In der industriellen Herstellung ist Konsistenz wesentlich, daher messen Hersteller Zugaben sorgfältig nach Gewicht statt nach Geschmack und zielen auf Zielwerte für Brix oder spezifisches Gewicht ab, die über Chargen hinweg konstant bleiben.

Der Begriff Back bezieht sich auf die Rückgabe von Süße an ein Produkt, nachdem diese entzogen wurde, und unterscheidet das Verfahren von der natürlichen Süße, die in halbtrocken oder halbsüß Stilen beibehalten wird, die niemals vollständig gären. Es bleibt Standardvokabular im Getränkeherstellungshandwerk, wobei Vorschriften in einigen Regionen spezifische Kennzeichnungen erfordern oder einschränken, welche Zucker verwendet dürfen, besonders bei geschützten Herkunftsbezeichnungsweine.

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