Wiederholungssignal
Englisch: banner repeater
Ein Bahnsignal, das den Aspekt eines weiter vorne liegenden Signals anzeigt, normalerweise wenn das Hauptsignal durch Kurven oder andere Hindernisse verdeckt ist.
Wiederholungssignal: ein Signal, das zeigt, was du nicht sehen kannst
Ein Wiederholungssignal ist ein Bahnsignal, das dort aufgestellt wird, wo ein Fahrer das Hauptsignal dahinter wegen der Gleisgeometrie nicht sehen kann, typischerweise in Kurven, bei Höhenänderungen oder in Einschnitten. Es zeigt den gleichen Signalbegriff wie das verdeckte Hauptsignal an und ermöglicht es dem Fahrer, an der richtigen Stelle mit dem Bremsen oder Beschleunigen zu beginnen, anstatt blind in einen Streckenabschnitt mit unbekannten Bedingungen einzufahren. Das Wiederholungssignal steht einige hundert Meter vor dem verdeckten Hauptsignal, an einem Ort mit freier Sichtlinie.
Das Signal funktioniert mechanisch oder elektrisch im Gleichschritt mit dem Hauptsignal, das es darstellt. Wenn das Hauptsignal auf Fahrt begreift (oder seinen entsprechenden Signalbegriff zeigt), begreift das Wiederholungssignal zur gleichen Zeit. Wenn das Hauptsignal auf Halt oder Vorsicht zurückgeht, tut das Wiederholungssignal dasselbe. Dieser synchrone Betrieb hängt entweder von direkter mechanischer Verbindung über Stangen und Hebel in älteren Systemen oder von elektrischer Verriegelung in modernen Anlagen ab. Das Wiederholungssignal muss sicher ausfallen: Wenn die Verbindung unterbrochen oder die Stromversorgung unterbrochen wird, fällt es auf den restriktivsten Signalbegriff zurück.
Ausführungen und Aussehen
Wiederholungssignale nehmen je nach Bahn und Epoche verschiedene physische Formen an. Britische Bahnen verwendeten historisch charakteristische Banner-Arme oder Scheibensignale, die verschiedene Signalbegriffe zeigen konnten. Manche Systeme nutzen Lichtsignale, die den Signalbegriff des Hauptsignals mit kleinen Glühlampen widerspiegeln. Andere verwenden mechanische Formsignale. Die Wiederholungsfunktion ist konstant, nicht die mechanische Form. Ein Wiederholungssignal ist oft kleiner und einfacher als ein Hauptsignal, da es keine Weichenverriegelung oder Kreuzungslogik trägt.
Das Wiederholungssignal ist unverzichtbar, wenn die Sichtweiten unter betriebliche Standards fallen, das Hauptsignal aber nicht versetzt werden kann. Moderne Bahnen mit längeren Zügen und höheren Geschwindigkeiten sind mehr auf sie angewiesen als ältere Nebenstrecken es waren. Schlecht platzierte Wiederholungssignale können Verwirrung stiften, wenn Fahrer nicht klar erkennen, welches Signal sie wirklich vor sich haben; deshalb müssen Lage und Erkennbarkeit des Wiederholungssignals selbst eindeutig sein. Manche Anlagen nutzen zusätzliche Markierungstafeln oder besondere Farben, um Fehlinterpretationen auszuschließen.
Die Instandhaltung eines Wiederholungssignals konzentriert sich darauf, die mechanische oder elektrische Verbindung zum Hauptsignal in einwandfreiem Zustand zu halten. Ein Wiederholungssignal, das aus dem Takt mit seinem Hauptsignal fällt, schafft eine gefährliche Situation. Die mechanische Verbindung muss auf Korrosion, Verschleiß und Spiel überprüft werden; elektrische Schaltkreise müssen auf Kontinuität und Relaisansprache getestet werden. Bei Strecken, die auf bewegliche Blockabschnitte umgestellt werden, werden Wiederholungssignale oft entfernt, da die Liniensignalanlage selbst dann überflüssig wird.