Schieben
Englisch: banking
Unterstützung eines Zuges beim Hochfahren einer steilen Strecke (Bank genannt) durch eine zweite Lokomotive am Ende.
Eisenbahn: zusätzliche Lokomotive, die einen Zug bergauf schiebt
Banking ist die Zugabe von einer oder mehreren Lokomotiven am Ende eines Zuges, um zusätzliche Zugkraft auf steilen Streckenabschnitten bereitzustellen. Die Hilflokomotive, auch Schiebelok oder Schieber genannt, koppelt sich an den Zug an oder bleibt in enger Verbindung und schiebt von hinten, während die Zuglok von vorne zieht. Diese verteilte Kraft ermöglicht es, schwerere Lasten zu befördern oder höhere Geschwindigkeiten auf Steigungen zu halten, auf denen der Zug sonst die Tonnage reduzieren oder mit minimaler Geschwindigkeit fahren müsste.
Das Verfahren wurde auf Bahnen mit erheblichen Höhenunterschieden standard, besonders in Bergregionen. Britische Eisenbahnen setzten Banking intensiv auf Strecken wie der Settle-Carlisle-Linie und den Zufahrten zum Shap Summit ein. Eine Schiebelok konnte einige Kilometer oder einen ganzen Bergabschnitt lang unterstützen, je nach Steigung, Tonnage des Zuges und Leistung der Zuglok. Nach dem Scheitelpunkt wurde die Schiebelok abgekoppelt und fuhr bergab zurück, manchmal zur Unterstützung anderer Züge in der Talfahrt oder im Leerlauf zum Depot.
Varianten und Anwendung
Banking unterscheidet sich vom Banking im Sinne der Zugdynamik, bei dem eine Kurve geneigt wird, um das Entgleisungsrisiko zu verringern. Bei sehr steilen Gefällen, besonders auf Schmalspurbahnen in Berggebieten, konnten auch zwei oder drei Schiebeloks zusammen arbeiten. Einige Bahnen setzten spezielle Schiebloks ein, die für niedrige Geschwindigkeiten und hohe Leistung optimiert waren, statt für den Regelverkehr. Die Schiebelok war normalerweise ohne Fahrgäste unterwegs und konnte älter oder schwächer sein als die Zuglok, solange sie ausreichend Haftgewicht und Zugkraft für die jeweilige Steigung hatte.
Die Notwendigkeit von Banking sank mit der Ankunft stärkerer Diesel-elektrischer und elektrischer Lokomotiven. Der moderne Güterverkehr nutzt gelegentlich noch Hilfsloks auf Bergstrecken, dies ist aber auf Hauptstrecken weniger verbreitet geworden. Der Begriff bleibt Teil des Eisenbahnvokabulars, besonders bei Museumsbahnen und Güterverkehr, wo schwere Tonnagen auf steilen Strecken immer noch vorkommen. Die Wirtschaftlichkeit von Banking erforderte sorgfältige Planung, da die Schiebelok Lokomotivkapazität band und Besatzung erforderte; dies musste gegen Treibstoffverbrauch und Verschleiß gegen die Fähigkeit abgewogen werden, Tonnage zu befördern, die sonst geteilte Züge oder Mengenreduktion erfordern würde.