SpracheEnglishDeutsch
Textiltechnik

Anwaltsbänder

Englisch: barrister's bands

Zwei rechteckige Streifen aus weißem Stoff, die von Anwälten und Richtern als formelle Halskleidung als Teil der traditionellen Gerichtskleidung getragen werden.

Anwaltsbänder: formale Halstuchstreifen in Gerichtskleidung

Anwaltsbänder sind zwei separate rechteckige Streifen aus weißem Leinen oder Baumwollstoff, jeder etwa 10 bis 13 cm breit und 45 bis 60 cm lang, die vertikal vom Hals herabhängen und Teil der formalen Gerichtskleidung sind. Sie werden unter dem Kragen getragen und liegen auf der Brust auf, endend etwa auf Höhe der Taille. Im Gegensatz zu einer Krawatte, die ein einzelnes durchgehendes Stück ist, bestehen Bänder aus zwei unabhängigen Streifen, die locker auf beiden Seiten des Oberkörpers herabfallen.

Die Bänder entstanden aus Halstuchkonventionen des 17. Jahrhunderts, als breite Leinenkragen und dekorative Tücher Standardbestandteile formaler Kleidung waren. Als die Gerichtskleidung im 18. und 19. Jahrhundert stärker kodifiziert wurde, verfestigten sich die Bänder in ihrer heutigen Form: reines weißes Leinen mit minimaler Verzierung. Der Stoff ist normalerweise ein feines, glattes Gewebe, das seine Form behält und sich bei regelmäßiger Nutzung nicht leicht knittern lässt. Einige Bänder haben eine kleine Schleife oder Öse am Nacken, um sie in Position zu halten.

Verarbeitung und Varianten

Die meisten Anwaltsbänder sind als einfache Rechtecke mit verarbeiteten Kanten geschnitten, oft mit feinen Rollsäumen oder gebundenen Kanten, um Ausfransen zu verhindern. Die Enden können glatt belassen oder mit einer kleinen Falte oder einem Saum versehen sein. Bänder werden typischerweise aus reinem Leinen oder einer Leinen-Baumwoll-Mischung hergestellt; reines Leinen ist vorzuziehen, da es nach wiederholtem Tragen und Waschen seine Steifheit behält. Manche Praktiker verwenden Bänder mit subtil gestickten Initialen oder Monogrammen an einer Ecke, doch reines Weiß bleibt Standard.

Anwaltsbänder haben eine rein zeremonielle Funktion und tragen keine symbolische Bedeutung über die formale Identifikation mit dem Rechtsberuf hinaus. Sie werden in höheren Gerichten und formalen Verfahren getragen; junge Barrister und Solicitors in unteren Gerichten oder Büroeinstellungen lassen sie oft weg. Da sie kostengünstig herzustellen sind und keine komplexe Montage benötigen, haben sich Bänder über mehr als ein Jahrhundert kaum verändert. Stofflieferanten in Großbritannien und Commonwealth-Ländern stellen sie weiterhin als Standardartikel neben anderen Bestandteilen der Gerichtskleidung her.

Die Bänder müssen regelmäßig gereinigt werden, um ihr weißes Aussehen und ihre Steifheit zu bewahren. Sie werden normalerweise von Hand gewaschen oder chemisch gereinigt, um Schäden zu vermeiden, und dann sorgfältig gepresst, während sie noch leicht feucht sind, um die Form wiederherzustellen. Lagerung flach oder locker gerollt in säurefreiem Papier bewahrt sie zwischen den Einsätzen. Ein praktizierender Barrister könnte zwei oder drei Paare besitzen, um regelmäßiges Wechseln und Instandhaltung zu ermöglichen.

Mehr aus Textile production

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.