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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Batterieladegerät

Englisch: battery charger

Gerät, das durch Durchleiten eines elektrischen Stroms Energie in einer Batterie speichert.

Ladegerät: Wiederherstellung des chemischen Potenzials durch elektrischen Strom

Ein Ladegerät ist ein elektrisches Gerät, das einen Strom in umgekehrter Richtung durch eine Batterie treibt und damit ihren chemischen Zustand und ihre elektrische Kapazität wiederherstellt. Das Ladegerät wandelt Wechselstrom (AC) aus einer Wandsteckdose oder Gleichstrom (DC) aus einer anderen Quelle in einen geregelten Gleichstromausgang um, der auf die Spannung und Chemie der Batterie abgestimmt ist. Diese Umkehrung des natürlichen Entladungsprozesses erneuert die aktiven Materialien in den Batteriezellen und ermöglicht es ihnen, Energie wieder zu speichern und abzugeben.

Industrielle Ladegeräte unterscheiden sich stark in Größe und Anwendung. Kleine Erhaltungsladegeräte für Bleiakkumulatoren können 2 bis 10 Ampere bei 12 oder 24 Volt liefern. Robuste Lagerladegeräte für Gabelstaplerbatterien liefern oft 40 bis 80 Ampere bei 36, 48 oder 80 Volt und beanspruchen entsprechend Bodenfläche. Ladegeräte für Lithium-Ionen-Batterien müssen Spannung und Strom präziser regeln als Bleiakkumulator-Einheiten, da Überladung oder schnelles Laden zu Wärmeflucht und Zellenausfall führt. Schnellladegeräte nutzen Kennlinien mit konstanter Stromstärke und konstanter Spannung (CC-CV), die mit hohem Strom bei niedriger Spannung beginnen und dann den Strom reduzieren, während die Spannung bis zu einem sicheren Maximalwert ansteigt.

Das korrekte Ladegerät muss zur Batteriechemie passen. Bleiakkumulator-Ladegeräte liefern typischerweise 14,4 bis 14,8 Volt pro 12-Volt-Batterie und vertragen Überladung, da Bleiakkumulatoren leichtes Gasen aushalten. Nickel-Cadmium-Ladegeräte beherrschten einst tragbare industrielle Werkzeuge, sind aber in neuen Geräten inzwischen selten. Lithium-Ionen-Ladegeräte schalten abrupt ab, wenn die Batterie vollgeladen ist, da diese Zellen keine Sicherheitsmarge über ihrer Nennspannung haben. Ladegeräte, die für eine Chemie vorgesehen sind und bei Batterien einer anderen Chemie verwendet werden, verschlechtern oder zerstören die Batterie und erzeugen Brand- oder Stromschlaggefahr.

Alter und Nutzung bestimmen, wie oft Nachladungen nötig sind. Ein Bleiakkumulator im Standby-Betrieb kann die Ladung über Wochen halten; einer, der eine Gabelstaplerflotte antreibt, wird täglich nachgeladen. Ladegeräte mit automatischer Erhaltungsladung halten eine vollgeladene Batterie bei leicht erhöhter Spannung, um Selbstentladung auszugleichen, ohne zu überladen. Industrieanlagen betreiben oft Bank-Ladegeräte, die Batteriereihen nach einem Zeitplan versorgen und Batterien je nach Bedarf aus- und einbauen.

Fehlermöglichkeiten umfassen Unterbrechungen in der Ladegerät-Ausgangsspannung (Batterie bleibt leer), Spannungsregelungsausfall (Überladung), unzureichende Stromstärke (sehr langsames Laden) und vertauschte Polarität (Zerstörung von Gleichrichterdioden oder Batterieklemmen). Ladegeräte erzeugen während des Betriebs Wärmeverluste und müssen an belüfteten Orten, fern von Batteriegasen, aufgestellt werden. Das Typenschild jedes Ladegeräts gibt Spannung, Stromstärke, akzeptable Batteriechemien und Betriebszyklus an; die Wahl des falschen Geräts ist die häufigste Ursache für vorzeitigen Batteriausfall in der Industrie.

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