Autobatterie
Englisch: car battery
Eine 12-Volt-Batterie zum Antrieb des Anlassermotors, um den Verbrennungsmotor eines Automobils zu starten, und zur Stromversorgung von Zubehör, wenn der Motor aus und die Lichtmaschine nicht in Betrieb ist.
Autobatterie: 12V chemische Energie für Motorstart und Bordgeräte
Eine Autobatterie ist eine Blei-Säure-Elektrozelle, die elektrische Energie speichert und auf Abruf an den Anlasser und die Bordelektrik abgibt. In den meisten Personenkraftwagen und leichten Lastkraftwagen kommt eine 12-Volt-Batterie zum Einsatz, die aus sechs in Reihe geschalteten Zellen besteht und pro Zelle etwa 2,1 Volt erzeugt. Eine typische Autobatterie wiegt 13 bis 23 kg und hat ein Gehäuse von ungefähr 25 cm Länge, 15 cm Breite und 18 cm Höhe, wobei die Abmessungen je nach Fahrzeugplattform und Batteriebaugröße variieren.
Die innere Struktur besteht aus Bleidioxid (positive Platte) und Bleischwamm (negative Platte), die in Schwefelsäure-Elektrolyt getaucht sind. Wenn der Anlasserschalter geschlossen wird, fließt Strom mit oft über 200 Ampere von der Batterie zum Anlasser und erzeugt das notwendige Drehmoment zum Starten des Motors. Sobald der Motor anspringt und die Lichtmaschine sich dreht, übernimmt diese die Stromerzeugung und lädt die Batterie wieder auf. Moderne Batterien sind ausgelegt für 400 bis 600 vollständige Lade-Entlade-Zyklen, bevor die Kapazität unter brauchbare Werte abfällt, typischerweise drei bis fünf Jahre Normalbetrieb.
Batteriegruppen (BCI-Bezeichnungen wie 24F, 35, 51, 65) standardisieren die Polposition und Gehäuseabmessungen in der Industrie und gewährleisten mechanische und elektrische Kompatibilität. Die Kaltstartstromstärke (CCA) gibt an, wie viele Ampere die Batterie 30 Sekunden lang bei 0 Grad Celsius liefern kann, bevor die Spannung unter 7,2 Volt fällt; moderne Fahrzeuge erfordern je nach Hubraum und Klima oft 400 bis 800 CCA. Die Reserve-Kapazität in Minuten zeigt, wie lange die Batterie die Bordsysteme allein mit Strom versorgen kann, falls die Lichtmaschine ausfällt. Manche Fahrzeuge nutzen 24-Volt-Systeme, besonders bei Nutzfahrzeugen und Baumaschinen, aber 12 Volt bleibt der Standard in Kfz-Anwendungen.
Ausfallarten sind Sulfatation (irreversible Bleisulfat-Kristallbildung), Plattenabbau durch Vibration und Elektrolytverlust durch Verdunstung oder Leckage. Chronisches Unteraufladen durch Kurzstreckenfahrten oder Stromverluste können die Lebensdauer verkürzen. Korrosion an den Bleipolen und den Kabelanschlüssen erzeugt Übergangswiderstand und schlechte Stromabgabe, ein häufiges Feldproblem, das oft mit Batterieversagen verwechselt wird, obwohl nur die Kontakte gereinigt werden müssen.
Der Begriff Batterie stammt aus der Militärformation, da Wissenschaftler beobachteten, dass mehrere in Reihe angeordnete Zellen einer Batterie ähnelten. Autobatterien wurden standardisiert, nachdem innermotoren in den 1920er Jahren die Handkurbel zum Starten ablösten. Heute dominiert die Blei-Säure-Chemie wegen niedriger Kosten, bewährter Zuverlässigkeit, hoher Leistungsdichte bei Kälte und etablierter Recycling-Infrastruktur; etwa 99 Prozent der Autobatterien in Industrieländern werden eingesammelt und wieder aufbereitet.