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Elektrotechnik

Beaconing

Englisch: beaconing

Kontinuierliche Signalisierung von Fehlerzuständen in einem LAN oder kleine Pakete in einem drahtlosen LAN (WLAN).

Beaconing: Ein Netzwerkgerät kündigt an, dass es defekt ist

Beaconing ist die wiederholte Übertragung von Signalrahmen durch ein Netzwerkgerät, das einen Fehler erkannt hat und andere Geräte davon in Kenntnis setzen möchte. In einem verkabelten lokalen Netz (LAN) tritt ein Gerät, das einen schwerwiegenden Fehler wie ein unterbrochenes Übertragungsmedium oder einen Ausfall der Kollisionserkennung erfährt, in einen Beaconing-Zustand ein und sendet kontinuierliche Signale, die den normalen Datenverkehr auf diesem Segment effektiv lahmlegen. In Funknetzen ist Beaconing normales Verhalten: Zugriffspunkte und Clientgeräte übertragen kleine Verwaltungsrahmen, sogenannte Beacon-Frames, in regelmäßigen Abständen, typischerweise alle 100 Millisekunden, um ihre Präsenz anzukündigen und die Zeitsynchronisation aufrechtzuerhalten.

In verkabelten Token-Ring-Netzwerken erfüllte Beaconing eine Diagnosefunktion. Wenn eine Station ein Problem wie ein durchtrenntesKabel oder einen nicht mehr antwortenden Nachbarn erkannte, sendete sie Beacon-Frames, um den Ring auf den Fehler hinzuweisen. Der betroffene Bereich würde sich isolieren, wodurch der Rest des Rings weiter funktionieren konnte. Das machte Token Ring gegenüber Fehlern auf der physischen Schicht deutlich widerstandsfähiger als Ethernet, obwohl Beaconing-Ereignisse in gut gewarteten Netzwerken selten waren und auf schwerwiegende Hardwareprobleme hindeuteten.

Funkbeaconing und Netzwerkerkennung

Funkbeaconing funktioniert nach ganz anderen Prinzipien. Die Beacon-Frames eines Zugriffspunkts enthalten den Netzwerknamen (SSID), unterstützte Datenraten, Sicherheitseinstellungen und Zeitinformationen. Clientgeräte hören auf diese Beacons, um verfügbare Netzwerke zu entdecken und ihre interne Uhr mit dem Timer des Zugriffspunkts zu synchronisieren. Das Beacon-Intervall ist konfigurierbar; kürzere Intervalle ermöglichen schnellere Netzwerkerkennung, verbrauchen aber mehr Energie und Funkzeit. In überfüllten Funkumgebungen können Beacon-Frames mit Datendatenverkehr um den Kanalzugriff konkurrieren, weshalb manche Enterprise-Implementierungen versteckte SSIDs verwenden, um den Beacon-Overhead zu reduzieren, obwohl dies voraussetzt, dass Clients aktiv nach dem Netzwerk suchen.

In verkabelten LANs ist Beaconing in modernen Ethernet-Netzwerken selten, da die Switch-basierte Architektur und Vollduplexverbindungen verwendet werden. Frühe Beaconing-Zustände in 10BASE-2-Koaxialnetzwerken konnten ein ganzes Segment lahmlegen und die Fehlerdiagnose erschweren; Techniker nutzten Protokollanalysatoren, um das beaconing-sendende Gerät zu identifizieren. Das häufigste moderne Äquivalent ist eine Benachrichtigung über eine Spanning-Tree-Topologieänderung, die nach ähnlichen Prinzipien der Fehlerbenachrichtigung funktioniert, aber auf einer höheren Protokollebene arbeitet.

Der Begriff leitet sich von der Analogie eines Leuchtfeuers ab: ein kontinuierliches Signal, das einen Zustand ankündigt. In der Netzwerktechnik kann Beaconing entweder eine hilfreiche Rundfunkmitteilung bedeuten (Funkfall) oder einen Notfallzustand, der sofortige Aufmerksamkeit erfordert (Verdrahteter Fall). Die Unterscheidung ist für den Netzwerkbetrieb wichtig: Ein Funkgerät, das normal beacont, ist gesund; Ein verkabeltes Gerät im Beacon-Modus deutet darauf hin, dass das Netzwerksegment beeinträchtigt ist.

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