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Elektrotechnik

Address Message

Englisch: address message

Eine in Vorwärtsrichtung gesendete Nachricht, die Adressinformationen, erforderliche Signalisierungsinformationen zum Routing und zur Verbindung eines Anrufs zur angerufenen Leitung, Dienstklasseninformationen, Informationen zu Benutzer- und Netzwerkfunktionen sowie die Identität des Anrufurhebers oder des Anrufempfängers enthält.

Adressenmeldung: erstes Signalisierungssignal auf einer Telefonleitung

Eine Adressenmeldung ist das erste Signalpaket, das in Vorwärtsrichtung (zum angerufenen Teilnehmer) übertragen wird, nachdem ein Anruf in einem Telefonnetz eingeleitet wurde. Sie enthält die Adressdaten, die zur Weiterleitung des Anrufs an sein Ziel erforderlich sind, zusammen mit Metadaten, die beschreiben, wie der Anruf behandelt werden soll. Bei älteren Telefonvermittlungen mit Wählwerk- oder Kreuzschienenumschaltung wurde dies als Impulse oder Töne gesendet. In modernen Signalisierungssystemen wie ISDN und SS7 handelt es sich um strukturierte Daten, die über einen dedizierten Signalisierungskanal übertragen werden.

Die Meldung enthält fünf wesentliche Komponenten: die Telefonnummer oder Routingsadresse des angerufenen Teilnehmers; Signalisierungsanweisungen, die der Vermittlungstechnik mitteilen, welchen Weg man aufbauen soll; Serviceklasse-Informationen, die angeben, ob der Anruf lokal, überregional, international ist oder besondere Behandlung benötigt (wie R-Gespräche oder Vermittlung); Funktionscodes für Leistungsmerkmale wie Rufumleitung oder Sperren; und Identitätsinformationen zum anrufenden oder angerufenen Teilnehmer. In einigen Systemen, besonders älteren, treffen diese Elemente nacheinander ein statt alle gleichzeitig.

Varianten und Signalisierungssysteme

Bei der Impulswahl wurden Adressinformationen als Folgen elektrischer Impulse gesendet: jede Ziffer wurde durch eine bestimmte Anzahl von Unterbrechungen in der Leitung kodiert. Bei Mehrfrequenz- (MF) oder Mehrfrequenzcodes (DTMF) wurde jede Ziffer als eindeutiges Tonpaar gesendet. ISDN und moderne Netze versenden Adressenmeldungen als strukturierte Pakete mit Feldern für jeden Datentyp, was ermöglicht, dass mehr Informationen zuverlässig und schnell übertragen werden. Ältere Systeme konnten mehrere Sekunden brauchen, um eine Adressenmeldung für eine überregionale Nummer zu versenden; moderne Systeme erledigen dies in Millisekunden.

Probleme entstehen, wenn Adressenmeldungen verloren gehen, beschädigt werden oder verzögert sind. Analogsysteme litten unter Leitungsrauschen, das Impulsfolgen verfälschte; moderne Systeme nutzen Fehlerprüfung und Redundanz. Kompatibilitätsprobleme treten an Netzgrenzen auf, wo das Adressenformat eines Systems in das eines anderen übersetzt werden muss. Bei internationalen Anrufen müssen Adressenmeldungen Länder- und Vorwahlnummern enthalten, plus Informationen darüber, welche Betreiber und Gateways den Anruf handhaben sollen.

Der Begriff widerspiegelt die ursprüngliche Architektur des Telefonnetzes, in der der Anrufaufbau ein schrittweiser Prozess war: erst kam die Adresse (die dem Netz sagte, wohin der Anruf gehen sollte), dann wurde die Verbindung hergestellt, und schließlich flossen Sprache oder Daten in beide Richtungen. Heute werden Adressinformationen oft vor der Übertragung erfasst, aber das Konzept bleibt zentral dafür, wie Anrufe geroutet und verbunden werden, ob in vermittelten Telefonnetzen oder in IP-basierten Systemen, die Telefonverhalten emulieren.

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